Fronleichnamskirmes

Highspeed-Spaß und Altbewährtes auf der Xantener Kirmes

Das „Jetlag“-Fahrgeschäft gibt es auf der Xantener Kirmes zum ersten Mal.

Das „Jetlag“-Fahrgeschäft gibt es auf der Xantener Kirmes zum ersten Mal.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Xanten.  Die Xantener Kirmes ist gestartet. Die Fahrgeschäfte Jetlag oder Double Jump sind vor allem etwas für Kirmesfans mit starken Nerven.

Ein bisschen Überzeugungskraft brauchte Johannes schon, um seine Freundin Lena dazu zu bringen, mit ihm ins „Jetlag“, einem der neuesten Highspeed-Karusselle seiner Zeit, zu steigen. Schließlich ist sie über ihren Schatten gesprungen -- und schon saßen beide in einem der Doppelsitze. Ein Trommelwirbel erklang aus den Lautsprechern und los ging die wilde Fahrt. Hoch und runter, um die eigene Achse und kopfüber drehte sich das Gerät in bis zu 25 Metern Höhe auf Marktplatz.

Xantener feiern ihre Kirmes

Am Donnerstag startete die diesjährige Xantener Fronleichnamskirmes, die mit insgesamt 66 Fahrgeschäften und Verkaufsständen lockt. Schon nach kurzer Zeit herrschte ordentlich Betrieb zwischen Karthaus, Großer Markt und Bahnhofstraße. Nach wenigen Minuten war die Fahrt für Johannes und Lena auf dem Jetlag vorbei – und das Fahrgeschäft machte seinem Namen alle Ehre: Die 24-Jährige musste sich kurz sortieren. „Es war schon ganz schön schnell, aber es hat sehr viel Spaß gemacht.“ Und das Paar kaufte erneut Chips. Einige Besucher schauten sich das Spektakel hingehen erst einmal aus sicherer Entfernung vom Boden aus an.

Ebenfalls auf dem Großen Markt hatte Manuela Mulder ihren Stand, an dem mit Pfeilen auf Luftballons geworfen werden konnte. Sie ist zum neunten Mal Schaustellerin auf der Xantener Kirmes. „Ich komme gerne her. Xanten ist eine gemütliche Stadt und die Leute feiern Kirmes noch richtig“, erklärte Mulder. Weitere Klassiker, wie Autoscooter, Entenangeln oder Kinderkarussell gibt es natürlich auch. Auf dem Parkplatz am Westwall standen weitere große Fahrgeschäfte: „Big Wave“ bot mit seinen Wasserelementen eine kleine Abkühlung. Im „Double Jump“ mussten sich die Fahrgäste besonders gut festhalten, sonst rutschen sie durch das kesselförmige Gerät.

Vergünstigte Preise lockt Familien an

Nicht nur in luftiger Höhe, auch am Boden ging es schnell zu. Der Musikexpress war besonders beliebt. In fast jeder Runde, egal, ob vorwärts oder rückwärts waren die Wagen des Karussells komplett besetzt. „Ich finde es gut, dass die Preise in der ersten Stunde so reduziert sind, dann kann man auch mit der ganzen Familie einiges ausprobieren“, sagte eine Xantenerin.

An den vielen Getränke- und Imbissständen plauderten die Besucher ausgelassen. Wer es abseits des Kirmestrubels etwas ruhiger mochte, der war auf dem Krammarktstraße richtig. Acht Händler bieten hier Schmuck-, Taschen und Dekoartikel an.

Noch bis einschließlich Montag hat die Kirmes täglich von 12 bis 23 Uhr geöffnet. Der letzte Tag ist wieder ein Familientag, dann sind die Preise erneut stark vergünstigt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben