Schwimmtag

Hundeschwimmen in Rheinberg - von pudelnass bis pudelwohl

Gut gemacht: Der Golden Retriever apportiert - im Schwimmbecken. 

Foto: Peter Bußmann

Gut gemacht: Der Golden Retriever apportiert - im Schwimmbecken.  Foto: Peter Bußmann

Rheinberg.   Das Hundeschwimmen im Rheinberger Underberg-Freibad kam trotz des Dauerregens gut an. Vor allem bei den Vierbeinern...

„It’s raining cats and dogs“ hätte der Engländer am Samstag gesagt, „es regnet Katzen und Hunde“. Davon völlig unbeeindruckt stürzten sich zahlreiche Hunde, mal zögernd, mal mit einem Riesensatz ins Becken des Underberg-Freibads. Zumindest die Vierbeiner hatten großen Spaß am ersten Rheinberger Hunde-Schwimmtag. Frauchen und Herrchen nutzten dagegen auch der regendichte Poncho und die Gummistiefel wenig. Irgendwo fand sich doch ein Loch, durch das der Regen einen Weg Richtung Körper suchte. So waren die Hundefans bald ebenso nass wie ihre vierbeinigen Freunde. „Das ist man als Hundehalter gewohnt“, lachte Holger Kirchner, „bei jedem Wetter muss man morgens und abends raus.“

Hundekecks statt Eintrittskarte

Tochter Jasmin warf immer wieder den orangefarbenen Dummy weit ins Schwimmbecken. Ihr hellfarbiger Golden Retriever hechtete hinterher, kraulte los. In Rekordzeit war die wasserfreudige Hündin, den Dummy im Maul, wieder zurück an Land, gab freudig aus und erwartete den nächsten Wurf.

Wie auch die anderen Hunde, vom winzigen Terrier bis zum bulligen Husky oder den beiden großen Airedale-Terriern, die mit ihren Regenponchos samt geschlossenen Kapuzen an der Kasse erschienen. Dort gab es statt eines Eintrittstickets für die beiden Vierbeiner erst mal einen harten Hundekeks, um dann im strömenden Regen zu den freudig bellenden Freunden zu eilen.

Frauchen oder Herrchen mussten am Samstag auf dem Trockenen bleiben, denn für den „menschlichen“ Badebetrieb war das Freibad bereits gesperrt. Sehr anregend frisch sah das Wasser auch nicht mehr aus. „Das Wasser hat man im Becken gelassen, das Chlor hat sich inzwischen aber verflüchtigt“, erklärte Gilbert Delaporte, DLRG-Ortsgruppenleiter. Daher dürften jetzt die Vierbeiner, aber nicht mehr die Schwimmfreunde rein. „Jetzt machen auch die Hundehaare im Wasser nichts mehr.“

Sicherheit ist oberstes Gebot

Auch beim Hundeschwimmen ist Sicherheit das oberste Gebot. Michelle und Celine Janssen von der DLRG wachten in ihrem grellroten Dress am Beckenrand. Inzwischen, erst eine Stunde war rum, waren es schon zwölf Hunde aller Rassen und Größen, die im Wasser spielten, während Frauchen und Herrchen sich beim Fachsimpeln näher kamen. Trotz der Schirme waren sie schell „pudelnass“, während sich ihre Vierbeiner eher „pudelwohl“ fühlten, trotz Wassers von oben und unten.

Der erste Rheinberger Hundeschwimm-Tag wurde ein Erfolg, trotz des schlechten Wetters. Als um 17 Uhr der Tag der Vierbeiner zu Ende ging, hörte auch langsam der Dauerregen auf. Stefanie Kaleita vom Sportamt zog Bilanz. „40 Hunderassen waren gekommen.“ Alles in allem war es ein toller Nachmittag, der in den nächsten Jahren ganz sicher wiederholt wird, wie Bürgermeister Frank Tatzel erklärte, der sich das tierische Spektakel nicht entgehen ließ. Denn in den öffentlichen Bädern in der Umgebung haben Hunde kaum Gelegenheit, eine Scvhwimmrunde zu drehen. Nur der Menzelener Freizeitsee hat einen Hundestrand.

Das Underberg-Freibad indes geht jetzt in den Winterschlaf – mit den nötigen Wartungen und Verbesserungen für die kommende Saison, in der unter anderem ein Sonnensegel Schutz bieten soll.

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