Finanzen

Im kommenden Jahr geht der Haushalt noch kräftiger ins Minus

Der Rheinberger Haushalt soll ab 2021 im Plus abschließen.

Foto: Jens Wolf

Der Rheinberger Haushalt soll ab 2021 im Plus abschließen. Foto: Jens Wolf

Rheinberg.   Rheinberg macht im kommenden Jahr 2,3 Millionen Euro mehr Defizit als geplant – aber die geplante Konsolidierung klappt trotzdem bis 2023.

Der Kämmerer sollte eigentlich den Etat 2018 einbringen, aber Bernd Löscher gestattete sich in der Ratssitzung einen Rückblick auf das noch laufende Jahr. „Die Entwicklung des Haushalts 2017 zeigt, dass die Vorgaben aus dem genehmigten Haushaltssicherungskonzept 2013 bis 2023 für 2017 eingehalten werden Darüber hinaus wird nach derzeitiger Prognose eine Verringerung des geplanten Defizits erzielt.“

Wer eine solche Vorbemerkung macht, der lässt dann auch gerne ein „Aber“ folgen. Und das kam zuverlässig. „Der Haushalt 2018 fällt aus der Reihe im Vergleich mit dem Haushaltssicherungskonzept. Der Kreis Wesel hat das dennoch genehmigt, weil die Folgejahre besser sind“, erklärte Löscher in seiner Etatrede.

In der Tat: Die Zahlen für das Jahr 2018 sehen nicht gerade rosig aus. Erträge in Höhe von 81,4 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 88,3 Millionen Euro gegenüber. Hinzu kommt noch ein Finanzergebnis, das bei minus knapp 800 000 Euro liegt, Das macht unterm Strich ein Defizit von 7,6 Millionen Euro, wohingegen das Haushaltssicherungskonzept lediglich ein Minus von 5,3 Millionen Euro vorsieht.

Aber diese Abweichung lässt sich erklären. Zum einem bekommt die Stadt Rheinberg im Jahr 2018 und auch in den Folgejahren wieder keine Schlüsselzuweisungen, zum anderen muss Rheinberg wegen einer Steuernachzahlung mit einer höheren Kreisumlage rechnen. Allein diese Umlage schlägt mit über drei Millionen Euro mehr zu Buche. Dennoch gibt es Hoffnung: Da die Nachzahlung einmalig ist, wurde in den Folgejahren mit einer geringeren Kreisumlage kalkuliert. Das erkennt auch der Kreis an – und genehmigte trotz des einmaligen Ausrutschers im Jahr 2018 das Haushaltssicherungskonzept.

Der Schuldenstand bei den Investitionskrediten von Anfang des Jahres in Höhe von 25 Millionen Euro wird um vier Millionen Euro steigen und dann zum 1. Januar 2019 noch einmal kräftig auf knapp 37 Millionen Euro klettern. Aber das ist alles in der mittelfristigen Finanzplanung so vorgesehen.

Im Jahr 2019 und auch in der darauffolgenden Zeit werden die Ergebnisse besser. Das Defizit dürfte dann 3,28 Millionen Euro betragen. liegt aber laut Plan nur bei 3,24 Millionen. 2020 sinkt das Defizit auf geplant 492 000 Euro. Und ab 2021 soll es dann nur noch positive Haushaltsabschlüsse geben: 925 000 Euro, ein Jahr später 1,564 Millionen Euro und 2023 dann sogar 1,981 Millionen Euro. Schaun wir mal.

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