Baum des Jahres

In Alpen wurde der Baum des Jahres 2019 eingepflanzt

Antonius Dicke, Kurt Verhülsdonk, Günter Helbig, Karin von der Horst, Thomas Becker und Marie-Luise Fasse (v.l.) pflanzten die Flatterulme ein.

Antonius Dicke, Kurt Verhülsdonk, Günter Helbig, Karin von der Horst, Thomas Becker und Marie-Luise Fasse (v.l.) pflanzten die Flatterulme ein.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Alpen.   Der Kreisverband Wesel der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzte eine Flatterulme an dem Parkplatz an der Haagstraße in Alpen ein.

Antonius Dicke, Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Wesel der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Alpens stellvertretender Bürgermeister Kurt Verhülsdonk und Marie-Luise Fasse, Landesvorsitzende der SDW, griffen gestern zum Spaten. Mit vereinten Kräften und der Unterstützung von Günter Helbig (CDU-Fraktionsvorsitzender in Alpen), Karin von der Horst (Ortsvorsteherin) und Thomas Becker (SDW) wurde eine Flatterulme am Rande des Parkplatzes an der Haagstraße gepflanzt.

Nicht ohne Grund entschieden sie sich für diesen Baum. „Der Standort ist ideal. Der Baum braucht eine feuchte Umgebung und die ist hier an der Alpschen Ley sehr gut gegeben“, erklärte Fasse. Und: Die Flatterulme ist gleichzeitig auch der Baum des Jahres 2019. Jedes Jahr pflanzt die SDW im Kreis Wesel diesen ausgezeichneten Baum. „Wir wollen in den 13 Städten und Gemeinden überall mal sein. Alpen und Flatterulme passten in diesem Jahr einfach sehr gut zusammen“, sagte Antonius Dicke.

Ein Gremium, in dem Naturschutzbände wie die SDW vertreten sind, wählt jährlich den Baum des Jahres. Die Flatterulme, die bis zu 35 Meter hoch wird, machte dieses Mal das Rennen. Sie verdankt ihren Namen den kleinen, in Büscheln an den Zweigen hängenden Blüten und Früchten. Diese sind, anders als bei den anderen Ulmenarten, deutlich lang gestielt und flattern deshalb im Wind. In Nordrhein-Westfalen gibt es nur noch wenige dieser Bäume. „Die Art steht in sieben Bundesländern auf der Roten Liste als gefährdet, in NRW sogar als stark gefährdet“, so Fasse. Allein im Düsseldorfer Raum und in Ostwestfalen gebe es nur noch wenige Flatterulmen. Alpen hat damit also ein kleines Alleinstellungsmerkmal. Acht Jahre ist der neugepflanzte Baum in der Gemeinde bereits alt, die ersten Triebe sind schon zu sehen. In wenigen Wochen wird er grüne Blätter tragen.

„Uns ist es wichtig, die Natur durch unser Tun erlebbarer zu machen. Als SDW haben wir auch einen Bildungsauftrag. Wir möchten vor allem der jungen Generation die Natur näher bringen“, erklärte die Landesvorsitzende.

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