Ingendahl in Xanten nicht als Bürgermeisterkandidat gefragt

Alfred Melters fordert indirekt Daniel Ingendahl zum Rückzug von der Bürgermeisterkandidatur aus.

Alfred Melters fordert indirekt Daniel Ingendahl zum Rückzug von der Bürgermeisterkandidatur aus.

Foto: Christoph Reichwein (crei) / Ja

Xanten.  Streit in der Xantener CDU eskaliert: Mit Alfred Melters und Heinrich Gundlach sprechen sich zwei namhafte Parteimitglieder für Thomas Görz aus.

Nachdem in der Xantener CDU der Streit um die Bürgermeisterkandidatur für die Kommunalwahl 2020 eskaliert ist, sprechen sich zwei prominente Christdemokraten für Bürgermeister Thomas Görtz und gegen Herausforderer Daniel Ingendahl aus. Wenn die Partei nicht weiter an Zustimmung bei den Wählern verlieren wolle, müsse sie geschlossen auftreten, fordern Alfred Melters und Heinrich Gundlach in einem Brief an die Mitglieder des Stadtverbandes, der unserer Redaktion vorliegt. „Dies ist nur dann möglich, wenn wir uns als Partei geschlossen hinter unseren Bürgermeister stellen.“ Melters war früher Bürgermeister, Gundlach lange Zeit CDU-Fraktionsvorsitzender in Xanten.

Ende November entscheiden

Die Christdemoraten sollen Ende November ihren Bürgermeisterkandidaten bestimmen. Vorher stellen sich Görtz und Ingendahl auf drei Podiumsdiskussionen den Fragen von Bürgern, auch Nicht-Mitglieder sind eingeladen.

Das erste Rede-Duell ist am Dienstag, 5. November, im Hotel Neumaier und beginnt um 19.30 Uhr. Ingendahl steht in der Kritik, weil er in der mutmaßlichen Schmiergeldaffäre um den städtischen Dienstleistungsbetrieb Xanten (DBX) einen Unternehmer in einem zivilrechtlichen Verfahren gegen die Stadt vertritt. Führende Xantener Christdemokraten distanzierten sich deshalb von ihm. Das kritisierte der Stadtverbandsvorsitzende Tanko Scholten. Ingendahl sagte dazu, dass der Unternehmer schon seit mehr als einem Jahr sein Mandant sei und er das Mandat niederlegen werde, sollte er Bürgermeisterkandidat der CDU werden.

In ihrem Brief fragen Melters und Gundlach trotzdem, ob der Rechtsanwalt als Kandidat von der CDU noch unterstützt werden könne oder ob er seine Kandidatur nicht zurückziehen müsse. Sie kritisieren, dass sich der Vorstand des Stadtverbandes nicht längst für Görtz ausgesprochen habe. Der Bürgermeister habe gute Arbeit geleistet.

Ein „Kandidatenchaos“

Trotzdem ermögliche der CDU-Vorstand ein „Kandidatenchaos“. Persönliche Ambitionen dürften keine Rolle spielen. Vorstand, Fraktion und Bürgermeisterkandidat sollten ihr Handeln überdenken. Sonst drohe ein Vertrauensverlust in der Bevölkerung. „So wird die CDU ihre führende Rolle in Xanten mit Sicherheit verlieren, und nicht zuletzt auch den Bürgermeister“, schreiben Alfred Melters und Heinrich Gundlach in ihrem Brief.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben