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Ist doch noch Bauland in Rheinberg verfügbar?

Die Verwaltung soll auf Antrag der CDU prüfen, ob in diesem Bereich der Gathstraße Wohnbauflächen entstehen können.

Foto: Wolfgang Krause

Die Verwaltung soll auf Antrag der CDU prüfen, ob in diesem Bereich der Gathstraße Wohnbauflächen entstehen können. Foto: Wolfgang Krause

Rheinberg.   Die Verwaltung soll prüfen, ob mit einer Änderung des Flächennutzungsplans Wohnbau an der Gathstraße in Rheinberg-Wallach ermöglicht werden kann.

Eigentlich ist das letzte noch mögliche Baugebiet Rheinbergs, die Fläche in der Ecke von Bahnhofstraße/Drosselweg, bereits in Angriff genommen worden. Aber jetzt kommt möglicherweise noch eins dazu – zumindest dann, wenn für einen Bereich an der Gathstraße in Wallach Baurecht geschaffen wird. Der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss stimmte ohne die Grünen zu, dass die Verwaltung die Möglichkeit einer Flächennutzungsplanänderung prüfen soll. Zusätzlich soll sie auch nach vergleichbaren anderen, bereits erschlossenen Flächen im Stadtgebiet suchen, bei denen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Bebauung geschaffen werden können.

Die CDU hatte den Antrag in der Ausschuss eingebracht. Bauland werde knapp, zusammenhängende Baugebiete befänden sich in der Abwicklung, neue Gebiete seien nicht in Aussicht. Deswegen müsse man sehen, dass bereits voll erschlossene Gebiete mit vorhandenen Straßen, Gehwegen und Wasser- sowie Kanalisationsanschluss genutzt würden. Deswegen fielen auch keine weiteren Kosten für das Baugebiet an.

Die SPD signalisierte Zustimmung für den Antrag. Peter Tullius wollte im Ausschuss auch noch wissen, wer Eigentümer des Geländes sei. Die Rechte an der im Gebiet verlaufenden, früher für den Salztransport genutzten Bahn habe Solvay aufgegeben. „Gehört das Gelände der Solvay?“

Zu eigentumsrechtlichen Fragen wollte sich Baudezernent Dieter Paus im öffentlichen Teil der Sitzung nicht äußern. Aber: „Es gibt Überlegungen, die Bahntrasse als Radweg zu benutzen.“ Er regte in diesem Zusammenhang an, statt vieler schmaler Häuser vielleicht etwas weniger, dafür dann aber breitere zu bauen. Und er attestierte der Überprüfung des Stadtgebiets auf der Suche nach weiterem möglichen Bauland durchaus Sinn, bevor „man größere Baugebiete auf der grünen Wiese in Angriff nimmt.

Die Grünen konnten sich mit diesem Antrag überhaupt nicht anfreunden. Ursula Hausmann-Radau fragte nach Altlasten, ob also beispielsweise mit Salz oder Öl im Boden zu rechnen sei. „Das muss alles untersucht und abgetragen werden.“ Paus wehrte ein Ansinnen in diese Richtung kategorisch ab: „Wir machen das nicht!“ Es gebe aber Gutachten zu diesem Thema. „Schotter oder anderes könnte genutzt werden.“ Und die möglichen Altlasten seien im Blick der Fachbehörde.

CDU-Fraktionschef Erich Weisser verwies darauf, dass es für Wallach keine Entwicklungsmöglichkeiten gebe – außer dieser Fläche. „Das zu verhindern wäre fahrlässig.“

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