Gesundheit

Xanten: Josef-Hospital eröffnet Corona-Verdachtsstation

Auch das Pflegepersonal des Krankenhauses richtet einen dringenden Aufruf an alle Bürger, daheim zu bleiben,keine Kontakte zu anderen zu pflegen und so die Infektionskette zu durchbrechen.        

Auch das Pflegepersonal des Krankenhauses richtet einen dringenden Aufruf an alle Bürger, daheim zu bleiben,keine Kontakte zu anderen zu pflegen und so die Infektionskette zu durchbrechen.        

Foto: oh

Xanten.  Im Kampf gegen das Coronavirus ist ein weiterer Standort umgerüstet. Seit Samstag verfügt das Krankenhaus in Xanten über eine Verdachtsstation.

Im Kampf gegen das Virus ist jetzt ein weiterer Standort umgerüstet. Ab Samstag verfügt das Sankt Josef-Hospital in Xanten über eine eigenständige Station zur Isolierung und Behandlung von Menschen mit Verdacht auf eine Corona-Infektion. Alle Patienten, die befürchten, sich mit dem Virus infiziert zu haben und entsprechende Symptome zeigen (unter anderem Husten, Halsschmerzen, Fieber, Kurzatmigkeit, eventuell Kopf- und Gliederschmerzen), müssen sich zunächst in der Corona-Anlaufstelle des Hospitals melden. Schilder mit der Bezeichnung „Corona-Anlaufstelle“ weisen den Weg.

St. Josef-Hospital in Xanten: Angehörige bleiben draußen

Anschließend erfolgt auch dort eine Erstuntersuchung, die folgendermaßen abläuft: Eine geschulte und geschützte Fachkraft fragt den Patienten zunächst im Eingangsbereich mit Hilfe eines Fragebogens nach seinen Beschwerden und Problemen. Sollte für die Symptome nach den medizinischen Richtlinien die ambulante Behandlung ausreichen, muss das Krankenhaus den Patienten an den ambulanten Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV-Dienst) verweisen. Es werden vom Krankenhaus keine Routine-Abstriche bei ambulant behandelbaren Patienten durchgeführt.

Sollte diese Erstbefragung den Verdacht auf eine Corona-Infektion bestätigen, erhält der Patient einen Mundschutz, und die Pflegekraft führt ihn in den Untersuchungsbereich, den ausschließlich die Patienten betreten dürfen. Angehörige müssen zunächst draußen warten. Der Patient wird ärztlich untersucht, und die Frage der stationären Behandlungsbedürftigkeit durch den Ärztlichen Dienst abgeklärt.

Wird der Erkrankte stationär aufgenommen, wird er bei einer noch ungeklärten Infektion in einem Zimmer isoliert und medizinisch behandelt.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in der Region ist nicht vorhersehbar ist, ob es zu Wartezeiten kommt. Das Krankenhaus bittet jedoch alle, die den Verdacht auf eine Infektion haben, nicht zu zögern und sich in der Corona-Verdachtsstation des Sankt Josef-Hospitals vorzustellen. Je früher man Patienten behandeln kann, umso besser ist deren Prognose.

Krankenhaus hat die Intensivkapazitäten erweitert

Dabei verläuft die neue Corona-Infektion nicht bei allen Patienten gleich, so dass die Abgrenzung zu anderen Erkältungskrankheiten oder einer echten Grippe-Erkrankung nicht einfach vorzunehmen ist. In der Isolierstation können auch bereits bestätigte Fälle, die aufgrund einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes stationär behandelt werden müssen, aufgenommen und therapiert werden.

Diese Isolationsstation umfasst zunächst 30 Betten, die hygienetechnisch vom Rest des Krankenhauses durch eigene Zugangsbereiche für die stationären Aufnahmen abgetrennt sind und zum größtmöglichen Schutz der Mitarbeiter des Krankenhauses und der Patienten beitragen. Das Krankenhaus hat ebenfalls die Intensivkapazitäten erweitert, so dass je nach medizinischer Dringlichkeit bis zu sechs Patienten mit Corona-Infektionen gleichzeitig beatmet werden können.

Diese gestufte Vorgehensweise der Diagnostik und Behandlung gewährleistet die Möglichkeit, am Standort Xanten die chirurgische und die internistische Versorgung aufrechtzuerhalten. Denn es gibt noch andere Krankheiten als die Corona-Infektion, die allerdings keineswegs unterschätzt werden darf. Patienten, die nicht wegen des Verdachts auf eine Corona-Infektion zum Krankenhaus kommen, werden wie gewohnt über die ZNA (Zentrale Notaufnahme) aufgenommen, zum Beispiel bei Unfällen, Herzbeschwerden oder geriatrischen Problemen.

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