Straßenarbeiten

Kanalarbeiten am Annaberg gehen weiter

   An der Ecke Grote Gert/Zu den Stationen wird derzeit gebaut.   

Foto: Christian Schyma

   An der Ecke Grote Gert/Zu den Stationen wird derzeit gebaut.   

Rund 50 Rheinberger, insbesondere die Anwohner, informierten sich im Haus der Generationen

Rheinberg. Die Kanalbau- und Straßenarbeiten am Annaberg gehen weiter – aber zuerst muss sich der Frost verziehen. Im Haus der Generationen informierten sich jetzt rund 50 Anwohner darüber, was im nächsten Bauabschnitt geplant ist. Die Annaberger hatten viele Fragen und sparten nicht mit Kritik. Dennoch: Die Diskussion verlief insgesamt sachlich. Wenn die Temperaturen es zulassen, wird zunächst eine Asphaltschicht auf das Teilstück der Schützenstraße bis zur Alpsrayer Straße gezogen, damit ist dann der Bauabschnitt beendet.

An der Kreuzung Grote Gert/Zu den Stationen sind die Sperrbaken schon aufgestellt. Ein Jahr lang – so der Plan – werden die Mitarbeiter der Moerser Baufirma Ewald Scharff im Straßenkarrée Zu den Stationen, Fasanenweg und Schützenstraße buddeln. Michael Gemein vom Ingenieurbüro Patt sagte, dass zunächst der Schmutzwasserkanal in offener Bauweise erneuert werde, bevor im nächsten Step die Regenwasserleitungen und schließlich die Grundstücksanschlussleitungen saniert werden. Sperrungen und Halteverbote lassen sich nicht vermeiden.

Zunächst wird der rund vier Meter tief liegende Schmutzwasserkanal gemacht, bevor im zweiten Angang die Regenwasserkanalrohre an der Reihe sind. Die Fahrbahndecke werde über die komplette Breite erneuert. Die Zufahrten zu den Straßen, so Gemein, seien möglich – „vielleicht tagsüber nicht durchgängig, aber es ist immer jemand erreichbar, der dann sofort reagieren kann“.

Ingenieur Peter Wiatr, Bauleiter der Stadt, machte deutlich, dass die Arbeiten größtenteils bergbaubedingt erforderlich seien. Die Straßen seien vorher untersucht worden, Asphalt- und Schotterschichten seien dünner, als heutige Standards das erwarten lassen: „So kann man heute keine Straße mehr bauen. Der Verkehr hat zugenommnen, die Fahrzeuge sind schwerer“, sagte Wiatr. Den Annabergern dauern die Arbeiten zu lange. Ihnen gehen Dreck und Lärm zunehmend auf die Nerven. Immer wieder ist Kritik an der dünnen Baustellenbesetzung zu vernehmen. Dazu sagte Wiatr: „Ein Baggerfahrer, zwei Bauarbeiter, ein Lkw-Fahrer – das ist normales Baustellenpersonal.“ Den Anwohnern ist klar, dass sie an den Kosten für die Sanierung beteiligt werden – im Extremfall voraussichtlich bis zu 7000 oder sogar 8000 Euro. Einige werden das wohl zähneknirschend hinnehmen, andere wollen dagegen angehen. Sie argumentierten: „Ohne den Bergbau hätten wir hier keine Probleme.“

Robert Braun, Fachbereichsleiter Tiefbau, ging auf die rechtlichen Voraussetzungen ein. Die städtischen Vertreter verwiesen darauf, dass sich die RAG nicht aus der Verantwortung ziehe und ihren Anteil trage. Das betonte auch Markus Hiesgen, der vor Ort die RAG vertrat. Wie hoch die Anliegerbeträge ausfallen werden, darüber lasse sich derzeit nur spekulieren. Wenn den Bürgern jetzt Schreiben zugehen, so sagte es Annette Twardzik von der Abrechnungsstelle der Stadt, so handele es sich um voraussichtliche Kosten.

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