Tiermesse Niederrhein

Kaninchen-Messe in Rheinberg lockte Tierfreunde und Züchter

Die Kaninchen benötigen genug Fläche zum Hoppeln in ihrem Gehege.

Die Kaninchen benötigen genug Fläche zum Hoppeln in ihrem Gehege.

Foto: Markus Scholz / dpa

Rheinberg.  147 Aussteller aus Deutschland und zwölf Ländern präsentierten sich mit 1187 Tieren. Ausrichter: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Scheckenzüchter.

Käfig an Käfig reihte sich in den Hallen der Rheinberger Messe aneinander. In Stroh gebettet, mümmelten die weißen, mit schwarzen Punkten versehenen Tiere – von Zwerg- bis Riesenschecke – dort herum und zogen die Aufmerksamkeit von Züchtern und Besuchern auf sich.

Kurt Roller war für die Schau aus der Nähe von Stuttgart an den Niederrhein gekommen. „Ich züchte selbst, habe keine Tiere hier, wollte aber mal sehen, was die Konkurrenz züchtet“, entlockte ihm der Anblick der verschiedenen Exemplare ab und an ein anerkennendes Nicken.

147 Aussteller stellen 1187 Tiere zur Schau

Insgesamt 147 Aussteller aus ganz Deutschland und aus zwölf Nationen – darunter Frankreich, Italien und Schweden – präsentierten sich mit insgesamt 1187 Tieren. Ausrichter der erstmals in Rheinberg stattfindenden überregionalen Scheckenclub-Vergleichsschau war die „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Scheckenzüchter.“

Der Niederländer Anne Meinema hatte acht Tiere mitgebracht. „Die Zeichnung und die Haltung der Tiere“ gefalle ihm halt, bekannte der 56-Jährige , dem neben den Tieren auch der soziale Aspekt, mit anderen Züchtern zusammenzukommen, ein wichtiges Kriterium ist. „Man wird nicht reich an Geld – aber an Gold mit Kontakten.“

Ausstellungsleiter ist überwältigt von der Resonanz

Ausstellungsleiter Werner Winkels zeigte sich von der Resonanz überwältigt. „Ich kann meine Begeisterung nicht unterdrücken“, sagte er bei der Eröffnungsfeier. Die stellvertretende Bürgermeisterin Karin Winkel dankte dem Verein für die Ausrichtung der Schau und den „Einblick in die Welt der Rassekaninchenzucht“.

Der stellvertretende Landrat Josef Devers bezeichnete die Zucht als „wichtiges Hobby“, das auch die „enge Verbindung von Mensch und Tier“ mit befördere. „Das kann sich hier auch überregional sehen lassen.“ Als Schirmherr der Veranstaltung war der Vorsitzende der Landwirtschaftskammer NRW, Karl Werning, anwesend. Das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen des Verbands fand seinen Ausdruck in der Überreichung der Ehrenurkunde an den Vorsitzenden des Scheckenclubs Rheinland, Norbert Schellen, durch den Landesvorsitzenden der rheinischen Rasse-Kaninchenzüchter, Hubert Bürling.

Mancher Teilnehmer züchtet Tiere seit 60 Jahren

Den Ehrenring des Clubs erhielt der Würzburger Werner Steinack. Der 67-jährige züchtet bereits seit 60 Jahren diese Tiere. Was ihn an den Tieren so fasziniert? „Die Zeichnung – und die Herausforderung mit der Genetik.“ Er kündigte an, den „weltlichen Wert“ des Ringes plus einer finanziellen Zugabe in die Patenschaft für ein afrikanisches Waisenkind zu investieren.

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