Kita

Kinderhaus Rheinberg: Kirchengemeinde verkündet neuen Träger

Die Diakonissen-Bethanien-Stiftung übernimmt das Evangelische Kinderhaus an der Fossastraße.

Die Diakonissen-Bethanien-Stiftung übernimmt das Evangelische Kinderhaus an der Fossastraße.

Foto: arfi

Rheinberg.  Zehn Jahre lang suchte die evangelische Kirchengemeinde einen Träger für die Kita an der Fossastraße. Nun wurde endlich eine Lösung gefunden.

Erleichterung machte sich im Zuschauerraum breit, allen voran bei Pfarrer Udo Otten und den Mitarbeitern, als der Jugendhilfeausschuss dem Trägerwechsel des evangelischen Kinderhauses Rheinberg einstimmig zustimmte. Seit zehn Jahren hat die evangelische Kirchengemeinde Rheinberg mehrfach versucht, einen neuen Träger für die Kindertagesstätte an der Fossastraße zu finden, da die finanzielle Belastung für die Gemeinde nicht mehr tragbar ist.

Das Presbyterium hat in der Bethanien-Diakonissen-Stiftung aus Frankfurt einen Träger gefunden, der die Kita zum 1. August 2020 übernehmen möchte. Dabei handelt es sich um einen diakonischen Träger, der in ganz Deutschland im Bereich der stationären Kranken-, Suchtkranken- und Altenhilfe sowie in der Jugendarbeit tätig ist. Die Stiftung betreibt derzeit sechs Kitas, vier davon in Nordrhein-Westfalen.

Kinderhaus: Platzzahl und Leistungsangebot bleiben unverändert

Den Ausschussmitgliedern stellte Uwe Michael Junga, Vorstandsmitglied der Stiftung, am Mittwochabend in einem sehr strukturierten Vortrag die Pläne zur Übernahme vor. Theologisch, pädagogisch und konzeptionell würden Kirchengemeinde und Stiftung auf einer Linie liegen, betonte Junga. Ziel ist, eine langfristige Partnerschaft zwischen beiden Institutionen aufzubauen. Im Zuge des Trägerwechsels bleiben Platzzahl und Leistungsangebot der Einrichtung unverändert. Solche Übernahmen habe die Stiftung in NRW bereits einige Male gemacht. „Wir legen den Schalter nicht von heute auf morgen um. Das bestehende pädagogische Konzept wird beibehalten“, so Junga.

Für die Eltern und Kinder ändere sich bis auf den Vertragspartner nichts. Mit der Kirchengemeinde wird ein Kooperationsvertrag geschlossen. Pfarrer Udo Otten wird die Kita weiterhin besuchen und das evangelische Profil schärfen. „Wir glauben wirklich, nun den richtigen Träger für die Stadt Rheinberg gefunden zu haben. Das wird eine langfristig gute Zusammenarbeit“, warb der Pfarrer im Ausschuss. Das hätte er vermutlich gar nicht gemusst. Die Politiker waren auch so von der Stiftung überzeugt.

Für die Mitarbeiter bleibt alles beim Alten

„Wir freuen uns, einen Träger zu bekommen, der weiß wovon er spricht und das tun Sie“, betonte Erich Weisser (CDU). Auch Luise Theile (Grüne) und Sozialdemokrat Friedhelm Kung lobten den „durchdachten Vortrag“, der einen „präzisen Eindruck“ in die Arbeit der Stiftung gab.

Eine Frage hatten aber alle Fraktionen. Sie wollten wissen, ob die Angestellten der Kita mit vertraglichen Änderungen rechnen müssten. „Für die Mitarbeiter vor Ort ändert sich bis auf die Adresse auf der Lohnabrechnung nichts“, versicherte Uwe Michael Junga. „Es werden sich keine Sozialstandards verschlechtern.“

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