Karneval

Klein, fein und ganz närrisch

   Selbst DR. Knack & Co. hatten Spaß am Millinger Zug.  

   Selbst DR. Knack & Co. hatten Spaß am Millinger Zug.  

Foto: Alexander Florie

Rheinberg-Millingen.   Der 15. Millinger Nelkensamstagszug vereinte rund 1000 Jecken zu einer fröhlichen Feier. Drei Wagen und vier Fußgruppen machten sich mit auf den Weg.

Am Ausgangspunkt Jahnstraße versammelten sich die ersten Jecken zum gemeinsamen Marsch durch die Millinger Ortschaft. Drei große Wagen und vier kleine Fußgruppen bildeten den Rahmen des Zuges, der sich um Punkt 14 Uhr 11 auf den Weg machen sollte.

Vom „Spandick’s Eck“ war eine Abordnung mit „Superhelden“ und „Schurken“ dabei. „Ich bin das erste Mal hier, hoffe auf viel Spaß und darauf, strahlende Kindergesichter zu sehen“, sagt „The Flash“ Philipp Dibowski. Und seine Erwartungen sollten sich später erfüllen.

Pause bei den Nachbarschaften

Voller Vorfreude bestieg Prinzessin Jessica I., die Zielstrebige, mit ihrem Ehemann Normen, selbst Mitglied im Millinger Elferrat, und ihren beiden Kindern Lena und Hannah den Festwagen. „Damit erfüllt sich für mich ein Kindheitstraum“, gestand die 37-Jährige, die hoffte, „viel Fröhlichkeit zu verbreiten und allen gerecht zu werden“, auch was die Verteilung der Wurfutensilien betraf. Jessica I. sorgte dafür, dass sich die Taschen der Kinder am Straßenrand schnell füllten. Auch das 1. OKK Orsoy war mit eigenem Wagen gekommen. „Die Millinger kommen ja auch regelmäßig zu uns. Und es macht einfach Spaß, bei den Nachbarschaften eine Pause einzulegen“, sagte Präsident Paul van Holt und mischte sich ins Getümmel. „Man kennt hier eben viele.“

Über die Jahnstraße und Alpener Straße bewegte sich der kleine, aber feie Lindwurm durch die Straße „Am Hügel.“ Optisch eine tolle Figur machten dabei die „Krümelmonster“, eine Truppe von 16 Erwachsenen und ebensovielen Kindern, die sich aus einem Freundeskreis und einem Kegelclub zusammensetzte. „Ich bin auch zugezogen, das ist was ganz anderes als in der Stadt“, schmunzelte der frühere Krefelder Peter Hußmann. Man könne auch seine Kinder ohne Sorgen mitziehen lassen.

Für fette Partystimmung mit coolen Beats und ebensolcher Stimmung sorgten „Die Landeier“ mit ihrem Feuerstein-Wagen – eine Gemeinschaft langjähriger Freundinnen aus Alpen, Menzelen, Drüpt, Veen und Ginderich: „Der Menzelener Zug ist einfach sehr familiär und klein, aber fein“, sagte Wiebke Verbücheln. Die meiste Zeit auf dem dreistündigen Weg verbrachte sie mit ihren Freundinnen tanzend.

Die Millinger „Elfies“ hatten sich als Knochengestelle verkleidet und tanzten mit ihrer „Dr. Knack“-Truppe auf der Alpener Straße. „Die Prinzessin arbeitet bei einem Chiropraktiker, deshalb ist das unser Thema“ , erklärte Dr. Knack“ alias Andrea Sprünken und verteilte den entsprechenden „Elfie“-Schnaps.

Getränke und nette Gespräche

Über die Herder Straße ging es zur Kantstraße, wo der Zug das erste Mal Halt machte, auch um von der dortigen Pumpennachbarschaft „Spandick’s Eck“ mit Getränken bei netten Gesprächen versorgt zu werden. „Wir machen das seit zehn Jahren, es wird immer besser“, fand Franz Hermann Lang. „Jedes Jahr kommen mehr Leute, diesmal ist es richtig voll.“

Danach ging es weiter über die Alpener Straße und auf eine zweite Runde, wobei am Hügel nochmals eine Pause eingelegt wurde. Angesichts der friedfertigen Atmosphäre genoss auch „Zugpolizist“ Uwe Hribsek, der an die 1000 Teilnehmer ausmachte, seinen Dienst. „Das ist absolut familiengerecht. Es macht Spaß, diesen Zug zu begleiten.“ In der Turnhalle versammelten sich die frohgelaunten Jecken zur anschließenden Party.

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