Wettbewerb

Klima Challenge Ruhr: SV Concordia Ossenberg macht mit

Der Vorsitzende Burghard Kretschmer (rechts) und Geschäftsführer Werner Lampatz hoffen auf viele Unterstützer.

Der Vorsitzende Burghard Kretschmer (rechts) und Geschäftsführer Werner Lampatz hoffen auf viele Unterstützer.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.   Das Spiel der grünen Ideen: Um einen Teil der Fördersumme zu erhalten, braucht der Sportverein Mitspieler, die klimafreundliche Bilder posten.

Mit dem Fahrrad statt dem Auto zur Arbeit fahren oder an der Supermarktkasse die Plastiktüte liegen lassen und lieber zum umweltfreundlicheren Stoffbeutel greifen: Das sind nur zwei Ideen, für die es bei der Klima Challenge Ruhr einen Punkt geben würde – wenn man die Aktion denn auch bildlich festhält und postet. Ab dem 9. März startet der Regionalverband Ruhr (RVR) mit dem Wettbewerb, um grüne Projektideen zum Klimaschutz und zur ökologischen Nachhaltigkeit vor der Haustür zu unterstützen.

Mit dabei: Der Sportverein Concordia Ossenberg. Er ist einer von 56 Teilnehmern aus der Ruhrmetropole, die mitspielen. „Dass wir ausgewählt werden, hätten wir gar nicht gedacht“, sagte Burghard Kretschmer, 1. Vorsitzender des Sportvereins. Die Freude war da natürlich umso größer. Die Teilnehmer spielen nämlich um Geld für ihr eingereichtes Projekt. Der Sportverein möchte zum Beispiel die Neonröhrenbeleuchtung im Altbaubereich des Sportcenters gegen eine effizientere LED-Beleuchtung austauschen. Dafür fallen Kosten von rund 6900 Euro an. Im Neubau und am Fußballplatz sind die Lampen bereits ausgetauscht. Wie effizient die LEDs sind werde bereits deutlich.

„In diesem Bereich konnten wir den Energieverbrauch auf 30 Prozent senken“, erklärte Geschäftsführer Werner Lampatz. Bei Stromkosten von 15.000 Euro im Jahr, ein deutliches Ersparnis.

50.000 Euro Fördersumme

„Es ist wichtig, etwas fürs Klima zu tun und mit gutem Beispiel voran zu gehen. Wenn wir hier im Gemeinschaftswesen nicht damit anfangen, wo auch Kinder Sport machen und es deshalb vorleben können, wo denn dann?“, erklärte Kretschmer. Das besondere an dem Wettbewerb: Jeder kann mitspielen. In vier verschiedenen Bereichen können Posts gemacht werden: Mobilität, Energie, Konsum und Freestyle. Auf den Fotos muss kein Gesicht zu erkennen sein.

Je mehr Punkte ein Projekt erhalten hat, desto höher ist am Ende auch die Chance auf einen Anteil der Gesamtsumme, die ausgeschüttet wird. Insgesamt steht eine Fördersumme von 50.000 Euro bereit. Natürlich haben sich auch die Mitglieder von Concordia Ossenberg schon Gedanken gemacht, wie sie möglichst viele Punkte sammeln. „Ich schicke mein gasbetriebenes Auto ins Rennen. Das ist immerhin kein Benziner mehr“, so Kretschmer. Werner Lampatz hat sich vorgenommen, noch mehr Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen.

Um das Ziel zu erreichen, hofft der Vorstand nun natürlich auf viel Unterstützung von den eigenen Mitgliedern, aber auch aus der Bevölkerung. Dafür wird mit Flyern und in den sozialen Medien jetzt schon ordentlich Werbung gemacht.

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