Wirtschaft

Konjunktur: Die Wirtschaft ist zufrieden – eigentlich

IHK-Präsident Burkhard Landers (rechts) und Hauptgeschäftsführer Stefan Dietzfelbinger (links) in der Mercatorhalle Duisburg beim Neujahrsempfang 2017 der Industrie- und Handelskammer zusammen mit Andreas Mundt, dem Präsidenten des Bundeskartellamts

Foto: Jörg Schimmel

IHK-Präsident Burkhard Landers (rechts) und Hauptgeschäftsführer Stefan Dietzfelbinger (links) in der Mercatorhalle Duisburg beim Neujahrsempfang 2017 der Industrie- und Handelskammer zusammen mit Andreas Mundt, dem Präsidenten des Bundeskartellamts Foto: Jörg Schimmel

Am Niederrhein.   Das zeigt der Konjunkturklimaindex der Niederrheinischen IHK. Aber es fehlen Arbeitskräfte und eine Unterstützung für den Mittelstand.

Ganz zu Jahresbeginn sah es noch besser aus für die Wirtschaft am Niederrhein. Aber dann ging es wieder ein bisschen bergab. „Im Moment sind wir beim Konjunkturklimaindex etwa auf dem Stand von Herbst 2017“, berichtete am Dienstag Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen Industrie und Handelskammer, zuständig für Duisburg und die Kreise Wesel und Kleve, bei der Vorstellung des IHK-Geschäftsberichts 2017/18. Aber dennoch spiegelt der Index mit einem Wert von derzeit etwa 125 eine hohe Zufriedenheit der Wirtschaft mit der derzeitigen Lage und den Erwartungen an die Zukunft wider.

Am Niederrhein liegt man sogar noch über den Werten der Großstadt Duisburg. Landers: „Im Bereich Kleve steht man kurz vor der Vollbeschäftigung und im Bereich Wesel zeigt sich, dass es dem Hinterland besser geht als dem Oberzentrum Duisburg. Das hören wir auch immer in unseren Gesprächen mit den Landräten und Kommunen“, die er und IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Dietzfelbinger regelmäßig führten.

Dass der Index zurückging, führte Landers auf mehrere Gründe zurück, zum Beispiel Steuern. „Amerika senkt die massiv. Die Steuerlast beträgt nur noch 20 Prozent. Daraus resultieren arbeitsplatzschaffende Investitionen.“ Dass es im Moment im Verkehr massive Störungen durch Baustellen gebe und deswegen mehrschichtige Arbeit dort gefordert werde, sei richtig, aber es fehlten die entsprechenden Arbeitskräfte. Und Landers vermisste auch eine Steuerförderung für Forschung und Entwicklung in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Überhaupt: die Arbeitskräfte. „Es gibt überall Mangel“, beklagte Landers. „Die Mitarbeiter, die wir gerne hätten, sind auf dem Markt nicht da. Wir dürfen aber auch die nicht so Qualifizierten nicht links liegen lassen“, mahnte er.

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