Musik

Konzert für Manilas Kinder in der Kirche St. Walburgis

Ein bewegendes Doppel: Die beiden Chöre verzückten ihr Publikum in Menzelen mit Strahlkraft.

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Ein bewegendes Doppel: Die beiden Chöre verzückten ihr Publikum in Menzelen mit Strahlkraft. Foto: oo

Es gab riesigen Beifall in der Pfarrkirche St. Walburgis Menzelen für „Minstrels of Hope“ von den Philippinen und „Pro Campesinos“ aus Hamminkeln.

Alpen-Menzelen. Die Zuhörer hätten beide Chöre am liebsten nicht mehr aus der Kirche gelassen. Als „Minstrels of Hope“ und „Pro Campensinos“ den Hit „Thank you for the music“ von Abba im Finale anstimmten,. klatschten sie in der Kirche St. Walburgis, bis sie ihr Ziel erreicht hatten. Die beiden Chöre gaben die Hymne „We are the world“ von Michael Jackson. Die 140 Zuhörer standen auf, um ihre Arme passend zum Takt des Charitysongs mitzuschwingen. Dann forderten sie eine weitere Zugabe. Die beiden Chöre sangen „The Lion sleeps tonight“, um von den Zuhörern mit langem Applaus verabschiedet zu werden.

Mit dem Song aus dem Musical „König der Löwen“ hatte das Konzert am Samstagabend auch begonnen. Dieses Musical basiert auf dem gleichnamigen Walt-Disney-Zeichentrickfilm „König der Löwen“ und wurde von Popstar Elton John komponiert. Es wurde 1997 in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota uraufgeführt. 1997 ist das Jahr, in dem sich auf den Philippinen die Straßenkinderhilfe Kaibigan gründete, um Kinder aus den Slums der Hauptstadt Manila zu alphabetisieren. „The Minstrels of Hope“, die Diener der Hoffnung, ist der philippinische Partnerchor dieser Straßenkinderhilfe. Dieser zehnstimmige Frauenchor ist seit Ende April am Niederrhein und im westlichen Münsterland unterwegs, um bis Ende Mai zum 20. Geburtstag für die Straßenkinderhilfe in Manila zu singen. Dabei wird er mehrfach vom Chor „Pro Campensinos“ aus Hamminkeln-Dingden unterstützt, wie am Samstagabend in Menzelen, gestern Abend in Wachtendonk oder am Mittwoch in zwei Wochen in Bocholt. Für den Chor aus Dingden ist es auch ein runder Geburtstag. Er ist mit 40 Jahren doppelt so alt wie das Projekt in Manila. Die Chöre ergänzen sich. Die philippinischen Sängerinnen, die zum Teil in den Slums von Manila aufgewachsen sind, tragen vor allem religiöse Lieder vor, um mit ihrer Stimmgewalt mitzureißen, während sie gleichzeitig den Raum mit Harmonie und Wärme füllen. Neben traditionellen Liedern und Gospeln tragen sie Songs aus Musicals vor, zum Beispiel am Samstagabend „I want to be in America“ aus der „Westside Story“ von Leonard Bernstein.

Da klatschen und singen die Zuhörer schon mal mit, selbst wenn kein Text an die Wand geworfen wird wie beim Rudelsingen. Auch die „Pro Campensinos“ können Zuhörer bewegen, sie in Mitsänger verwandeln, etwa wenn der Chor „Ich war noch niemals in New York“ vorträgt. Der 40-köpfige Chor, der sich mit seinen PC-Kids um Nachwuchs nicht sorgen muss, hat neben religiösen Liedern vor allem Klassiker aus Musicals und Pop im Programm. Zum Beispiel gab er am Samstagabend ein Queen-Medley zum Besten, um die Zuhörer bei Songs wie „We will rock you“ oder „We are the champions“ aufstehen und mitswingen zu lassen.

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