Wohnungsmarkt

Kreis Wesel: Immobilienpreise steigen weiter

Der Traum vom Eigenheim geht momentan ins Geld.

Foto: Andrea Warnecke

Der Traum vom Eigenheim geht momentan ins Geld. Foto: Andrea Warnecke

Kreis Wesel.   Grundstücke im linksrheinischen Kreisgebiet werden teurer. Alpen, Sonsbeck und Xanten liegen überm Durchschnitt. Geschosswohnungsbau stagniert.

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Grund und Boden auf der linken Rheinseite wird teurer. Aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht 2017 mit Angaben für 2016 zeigt sich, dass in einigen Kommunen die Bodenrichtwerte deutlicher steigen als im rechtsrheinischen Teil des Kreisgebietes. Insgesamt liegt Rheinberg etwas unter dem Kreisdurchschnitt; Alpen, Sonsbeck und Xanten teilweise deutlich darüber. Ausgenommen beim Grundstücksmarktbericht sind nur die Kommunen Dinslaken, Moers und Wesel. Eine Kernaussage: Immobilien sind nach wie vor gefragt. 2016 wurden etwa vier Prozent mehr Grundstückskaufverträge abgeschlossen als im Vorjahr – von 2503 auf 2610 Verträge.

Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert, der aus Grundstücksverkäufen abgeleitet wird. Er dient oft der Wertermittlung einer Immobilie, um den Bodenwert zu bestimmen. Ausgangswert für die Errechnung des aktuellen Bodenrichtwerts ist das Jahr 1990, das mit der Zahl 100 gleichgesetzt wurde. Seitdem sind die Richtwerte fast in jedem Jahr gestiegen. Im Kreis lag er im vergangenen Jahr bei 196,2. Deutlich stärker gestiegen ist er für Alpen, wo er 2016 den Wert 243,2 erreichte. Das bedeutet im Kreis den Platz eins. Sonsbeck erreichte einen Wert von 207,4 und Xanten 201.

Die Preise für individuelle Eigentumsmaßnahmen (individueller Wohnungsbau) sind in acht Gemeinden gestiegen. Im Kreis liegt der Durchschnitt bei 0,4 Prozent. Dabei verzeichnete Sonsbeck die größte Steigerung von 1 Prozent, gefolgt von Xanten (0,7 Prozent), Rheinberg (0,5 Prozent), Kamp-Lintfort (0,4 Prozent) und Alpen (0,3 Prozent). Lediglich in zwei (rechtsrheinischen) Gemeinden stagnierten die Preise. Der Grundstücksmarktbericht hat auch für jede Kommune den Gesamtumsatz bei Grundstücksverkäufen ermittelt.

Spitzenreiter unter den zehn dort dargestellten Kommunen ist Rheinberg mit 388 Verträgen. Xanten kommt mit 345 Verträgen auf Platz zwei, aber die Gesamtzunahme aus den Verkäufen liegt mit 60,3 Millionen Euro etwas höher als in Rheinberg (59 Millionen Euro). Für Alpen wurden 175 Verträge (=31,4 Millionen Euro) notiert, für Sonsbeck als Schlusslicht 132 Verträge (=20,9 Millionen Euro). Der mehrstöckige Geschosswohnungsbau liegt nach wie vor am Boden. In allen vier Kommunen Alpen, Rheinberg, Sonsbeck und Xanten betrug der Wert laut dem Bericht bei Null. Statt dessen konzentrierte sich der Wohnungsbau in dem Untersuchungszeitraum auf freistehende Einfamilien- und Reihenhäuser sowie Doppelhaushälften: Alpen insgesamt 43, Rheinberg 133, Sonsbeck 31 und Xanten 71 Gebäude.

Bei landwirtschaftlich genutzten Flächen fällt die vergleichsweise hohe Zahl von 20 verkauften Flächen in Rheinberg mit insgesamt über 50 Hektar auf. Zum Vergleich; Xanten liegt am anderen Ende der Skala (zwei Verkäufe).

Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt. Berichtszeitraum ist das jeweilige Vorjahr. Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert auf etwa 140 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen nordrhein-westfälischen Grundstücksteilmärkten und enthält Übersichten über die von den örtlichen Gutachterausschüssen ermittelten Liegenschaftszinssätze und Bodenpreisindexreihen.

Der Grundstücksmarktbericht NRW im Internet: www.boris.nrw.de.

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