Karneval

Launige Tour mit dem Narrenschiff in Rheinberg

Frauen vom Annaberg Frauenkarneval hier von links als Mona Lisa präsentierten sich Ulla Elsner und Sylvia Grasbohn, die von Hildegard Gissing gerade bemalt werden.

Frauen vom Annaberg Frauenkarneval hier von links als Mona Lisa präsentierten sich Ulla Elsner und Sylvia Grasbohn, die von Hildegard Gissing gerade bemalt werden.

Foto: Fischer, Armin ( arfi ) / Fischer, Armin (arfi )

Rheinberg.  Von Höhepunkt zu Höhepunkt ging es bei der Katholischen Frauengemeinschaft mit knapp 20 Programmpunkten.

Der Blick in den Saal des Pfarrheims lohnte sich. An den langen Tischen saßen gut gelaunte und kostümierte Närrinnen, die außer Rand und Band waren. Es wurde im ausverkauften Saal geschunkelt, gesungen und geklatscht. Knapp 20 Programmpunkte servierte die 15-köpfige Spielschar der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) dem Publikum.

Von Höhepunkt zu Höhepunkt

Ursula Koczet und Marlis Ingenerf hatten das Ruder des Narrenschiffs in der Hand und steuerten es von Höhepunkt zu Höhepunkt. Beispielsweise zum Sketch mit Neuzugang Hildegard Gissing und Urgestein Käte Hügen. Per Telefon will sich die Tochter (Hildegard Gissing) mit ihrer Mutter (Käte Hügen) verabreden. Über Monate ist die Mutter ausgebucht, ist dauernd unterwegs. Die vorgeschlagenen Termine passen nicht in den Kalender. Nur am Hochzeitstag der Tochter hat sie noch Zeit für ein Treffen. Als die Tochter dann verständlicherweise absagt, ist die Mutter empört. „Immer diese jungen Leute, nie haben sie Zeit“, erklärt sie.

Zeit für die Kultur hatte Sitzungspräsidentin Ursula Koczet im Pariser Louvre. Sie nahm sich einfach das Bild der Mona Lisa mit nach Hause. Drei Mal Mona Lisa im edlen Rahmen als sozusagen lebendige Kunst sorgte im Publikum für jede Menge Spaß. Denn aus der Mona Lisa „to go“ schauten die Köpfe und Hände von Cornelia Hendricks, Ulla Elsner und Sylvia Grasbon heraus. Der Saal tobte, sorgte für Raketen und bekam die gewünschte Zugabe.

Schlag auf Schlag legte das Programm nach, beispielsweise mit den Jüngsten der Rhinberkse Jonges, der Garde der Goldlöckchen. Elf Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren tanzten sich in die Herzen des Publikums und präsentierten stolz ihre Choreographie.

Auch an bekannt scharfzüngigen Büttenreden am Annaberg zu den eigenen alltäglichen Herausforderungen und Männern im Speziellen fehlte es nicht. Alles kam auf den Tisch, nichts blieb verschont. Die Aktiven legten auf der Bühne nach, luden zum Zwiegespräch im Liegestuhl nach Mallorca ein oder beklagten auf humorvolle Weise den Unruhestand als Rentnerin. Raketen, Helau und jede Menge guter Laune ließen die Wände wackeln.

Seit November geprobt

Das karnevalistische Beben endete am frühen Abend mit einem gemeinsamen Abschlusslied. Alle zwei Jahre, immer wenn sich kein Zug durch Rheinberg schlängelt, lädt die kfd die Frauen an zwei Nachmittagen mit Kaffee und Kuchen zum Karneval auf den Annaberg ein.

Ab November probten sie die Sketche und zimmerten gemeinsam das Programm. Ein Motto gab es für diese Session nicht, das beispielsweise in der Kostümierung hätte umgesetzt werden können. Eigene Kostümideen hatte das Publikum zur Genüge, wie zu erleben war. Das kfd-Team war mit Hut, Paillettenweste und rotem Schlips einheitlich gekleidet und sorgte mit für die Bewirtschaftung.

Die kfd St. Anna hat rund 130 Mitglieder. Teamsprecherinnen sind Ursula Koczet und Marlis Ingenerf.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben