Stadtgestaltung

Lebhafte Diskussion über den neuen Holz- und Fischmarkt

Der Holz- und Fischmarkt soll umgestaltet werden - hier Variante 1a. Eine Asphaltfahrbahn muss nicht sein, das Pflaster kann bleiben.

Der Holz- und Fischmarkt soll umgestaltet werden - hier Variante 1a. Eine Asphaltfahrbahn muss nicht sein, das Pflaster kann bleiben.

Rheinberg.   Bei der Bürgerversammlung wurden vier Umbauvarianten vorgestellt. Die Rheinberger Geschäftsleute wünschen sich eine möglichst kurze Bauzeit.

Ziemlich gut gefüllt war der Sitzungssaal des Rathauses, als gestern Abend die vier Varianten zur Umgestaltung des Holz- und Fischmarkts im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt wurden. Ziel dieser Maßnahme des integrierten Handlungskonzepts historischer Ortskern Rheinberg ist die Steigerung der Aufenthaltsqualität, die Stärkung der Außengastronomie. Sie soll zu positiven Wechselwirkungen mit dem Großen Markt führen und so eine große Einheit im Herz der Stadt schaffen. Die Zuhörer diskutierten engagiert mit.

Variante 1a: Im Gegensatz zur heutigen Situation soll die Fahrbahn näher ans Alte Rathaus heranrücken, die Bushaltebuchten entfallen. Dadurch entsteht vor der Häuserzeile gegenüber neuer Freiraum, der Platz könnte neu und großzügig gepflastert werden, Querungen am Alten Rathaus Richtung Rhein- und am Lindenplatz Richtung Orsoyer Straße gliedern die Fahrbahn. Diskutiert wird, ob es Asphalt statt Pflaster geben soll, damit die Busse nicht die Steine lockern.

Variante 1b : Zusätzlich könnte der Platz vor dem Alten Rathaus genauso wie am Fischmarkt neu gepflastert werden.

Variante 2: In dieser sogenannten großen Lösung könnte der komplette Platz zwischen der Häuserzeile am Holz- und Fischmarkt bis an den Großen Markt heran komplett neu (und gleichartig) gepflastert werden, um den großen, zusammenhängenden Freiraum auch optisch zu dokumentieren.

Variante 3: Für Busse werden Haltespuren eingerichtet mit Bordsteinen, die Behinderten das Ein- und Aussteigen erleichtern. Dafür muss die Straße allerdings um 18 Zentimeter abgesenkt werden.

Diese Variante fand aber so gut wie gar keine Zustimmung. Sie sei eine Stolperfalle und erschwere gerade Behinderten das Passieren.

Nicht nur Geschäftsleute plädierten vehement dafür, das Pflaster in der Rhein- und Orsoyer Straße liegen zu lassen. Es sei zum einen gar nicht so schadhaft, dass es unbedingt aufgenommen werden müsste, zum anderen kämen durch die Baustelle sehr viel weniger Kunden nach Rheinberg, wenn die Busse in der auf sechs Monate veranschlagten Bauzeit dort nicht mehr halten könnten.

Ulrike Brechwald, die Vorsitzende der Rheinberger Werbegemeinschaft, sah die Notwendigkeit zur Umgestaltung. „Wir müssen was machen, sonst sterben wir – aber bitte möglichst kurz sperren und nur in enger Abstimmung mit den Geschäftsleuten!“

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