Innenstadt

Lichterfest wird in Rheinberg ohne Weihnachtslampen gefeiert

Die alte Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt wird ersetzt.

Die alte Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt wird ersetzt.

Foto: Uwe Plien

Rheinberg.  Die neue Beleuchtungsanlage in der Innenstadt wird auf Wunsch der Kirchen erst nach Totensonntag aufgehängt.

Ende des Monats, am 26. November, wird die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt aufgehängt. Eine komplett neue Anlage. Die Stadt hat sie bei der Rheinberger Firma Blue Media Light bestellt, gekostet hat sie rund 9000 Euro. Damit ist erstmals die Stadt für die Weihnachtsbeleuchtung zuständig – bisher lag dieser Part in den Händen der Werbegemeinschaft. Die Geschäftsleute sahen sich nicht mehr in der Lage, die Lampen zu finanzieren. Nach langer Diskussion beschloss der Rat vor rund einem Jahr, die Beleuchtung zu übernehmen.

Angeschafft wurden jetzt leuchtende „Eiszapfen“ – zwei Meter breite LED-Vorhänge, die die Gelderstraße, die Orsoyer Straße und die Rheinstraße überspannen werden. Vergleichbar mit den bisher genutzten „modernen“ Hänge-Beleuchtungen an Orsoyer Straße und Rheinstraße. Von der alten Beleuchtungsanlage lässt die Stadt übrigens die Finger. Eine Übernahme der alten Elemente sei abgelehnt worden, sagt Bürgermeister Frank Tatzel.

Beleuchtung soll nach und nach erweitert werden

Die Kosten für das Auf- und Abhängen und die Einlagerung liegen bei rund 8000 Euro pro Jahr. Auch diese Kosten muss die Stadt nun tragen. Tatzel: „Die Beleuchtung soll nach und nach erweitert werden. Neue Haushaltsmittel sind für 2020 angemeldet. Ob sie genehmigt werden, hängt aber von den Haushaltsberatungen ab.“

Nun feiert die Werbegemeinschaft am Abend des 15. November (ein Freitag) das Lichterfest in der Innenstadt. „Wir hätten uns gewünscht, dass die neue Beleuchtung dann schon leuchten würde“, sagt die Vorsitzende Ulrike Brechwald. Doch das kommt nicht in Frage. „Es gibt keine Weihnachtsbeleuchtung vor Totensonntag am 24. November“, hebt der Bürgermeister hervor. „Das war ein Wunsch der Kirchen, und daran halten wir uns.“

Hubwagen hätte etwa 2000 Euro gekostet

Das Modell „neue Lampen vor dem Lichterfest aufhängen, zum Lichterfest an- und danach bis nach Totensonntag wieder abschalten“ funktioniere leider nicht. Tatzel: „Das lässt sich leider nicht mal eben per Knopfdruck erledigen. An der Gelderstraße hätte dafür wieder ein Hubwagen eingesetzt werden müssen, und das hätte Zusatzkosten von etwa 2000 Euro bedeutet. Das wollte aber niemand bezahlen.“

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