Theater

Liebestoll in Alpen

Tischgespräch (von li.): Petra Wittmann, Birgit Graefenstein, Daniel Graefenstein, Bianca Heier, Horst Wenig, Birgitt Schulte-Kellinghaus und Kerstin Gaß

Foto: Laienspiel

Tischgespräch (von li.): Petra Wittmann, Birgit Graefenstein, Daniel Graefenstein, Bianca Heier, Horst Wenig, Birgitt Schulte-Kellinghaus und Kerstin Gaß Foto: Laienspiel

Alpen.   Die Alpener Laienspieler feierten eine tolle Premiere mit der Komödie „Immer diese Schwiegermütter“. Am Sonntag gibt’s die nächste Vorstellung.

„Nervös? Nein, warum sollte ich nervös sein?“ Über die Nachfrage wunderte sich Hauptdarsteller Horst Wenig am Sonntag wenige Minuten vor der Premiere der Komödie „Immer diese Schwiegermütter“ von Beate Irmisch. Und dies vor dem Hintergrund, dass Wenig in der Rolle des Operettensängers Gernot von Zitzewitz nicht nur gesanglich, sondern auch mit nacktem Oberkörper überzeugen musste. Routiniert wie der Hauptdarsteller selbst agierte wenig später das gesamte Ensemble des Alpener Laienspiel auf der Bühne des Pädagogischen Zentrums an der Fürst-Bentheim-Straße.

Turbulente Reise

Regisseur Walter Kühn verzichtete dieses Mal auf die gewohnten Erläuterungen vorab. Das war auch gar nicht nötig, denn schon zu Beginn wurde den rund 250 Besuchern mit dem Auftritt von Walli Hoppenstedt (Birgit Graefenstein) als designierte Schwiegermutter von Gernot von Zitzewitz deutlich, wohin die turbulente Reise gehen würde.

Weil Walli, „dritte Stimme im Kirchenchor Menzelen-Ost“, sich nicht als die hellste Kerze auf der komödiantischen Torte präsentiert und den Bräutigam für den Brautvater hält, folgen von nun an Lacher im Minutentakt. Als kurz darauf mit Marliese von Zitzewitz (Petra Wittmann) Schwiegermutter Nummer zwei die Bühne betritt, geht es richtig rund. Die nämlich hält die Brautmutter für die angeforderte Köchin und jagt sie erstmal resolut in die Küche.

Ein Schicksal, das sie kurz darauf selber ereilt, als mit Tante Käthe (Kerstin Gaß) und Onkel Blasius (Walter Kühn) die „Mischpoke“ der Braut anreist und ihrerseits die Hausherrin für die Küchenhilfe hält. Da fällt es selbst Hausmädchen Frieda (Eva Nühlen) und dem herrlich stotternden Hausmeister Emil Krause (Hans-Jörg Theußen) schwer, den Überblick zu behalten.

„Zu schade für den alten Bock“

Vor allem als sich Schauspielerin Marikka Rück (Birgitt Schulte Kellinghaus) mit der Rohrzange des Hausmeisters auf den Weg macht, um ihren Ex-Verlobten zur Besinnung zu bringen. Richtig cool bleibt da nur Mops „Cooper“, der kurz darauf an der Seite von Jung-Gernot von Zitzewitz (Daniel Graefenstein) die Bühne für sich einnimmt.

Der Junior im Adelshaus staunt nicht schlecht, als er auf die fast gleichaltrige künftige Schwiegermutter Emma (Bianca Heier) trifft: „Die ist doch viel zu schade für den alten Bock.“ So kommt es wie es kommen soll: Während der besagte Bock von der liebestollen Walli umgarnt wird, macht sich sein Sohn an die Braut ran.

Bis am Ende jedes Töpfchen sein Deckelchen gefunden hat und die Zuordnung der Schwiegermütter abgeschlossen war, wurde den Besuchern allerbeste Theaterunterhaltung geboten. Für die Qualität der Alpener Laiendarsteller sprach dabei, dass Souffleuse Waltraud Nolden nach „Cooper“ die die wenigsten Beiträge leisten musste.

Am Ende stand minutenlanger Beifall als Lohn für eine gelungene Premiere. Am kommenden Sonntag, 18. März, 17 Uhr, findet an gleicher Stelle die zweite Aufführung statt.

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