Straßenverkehr

Marienbaumer fordern neue Ampel

Foto: arfi

Bezirksausschuss will wegen der Rückstaus eine neue Regelung für die Kreuzung der B57 mit der Uedemer Straße. Straßen.NRW sieht keinen Bedarf.

Xanten-Marienbaum. Die Chancen für eine neue Bedarfsampel auf der B 57 für Fahrzeuge und Fußgänger sind gestiegen. Der Bezirksausschuss folgte einem Antrag der BBX und sprach sich einstimmig für einen Ausbau der jetzigen Fußgängeranlage.

Kein Handlungsbedarf

Die Stadt hingegen hatte eine Ablehnung des Antrags vorgeschlagen. Aber die Lokalpolitiker waren einer Meinung, dass Autos, die von der Uedemer Straße auf die B 57 abbiegen wollten, oft sehr lange warten müssen. „Zahlreiche Menschen in Marienbaum wollen eine richtige Ampel“, begründete Matthias Voll den Antrag der BBX. Die Nachrüstung sei technisch möglich. Im Gegensatz zum Bezirksausschuss sieht Straßen.NRW keinen Handlungsbedarf. Nach einer Zählung von 2015 befahren pro Tag durchschnittlich rund 7500 Fahrzeuge die B 57. Für die Uedemer Straße wurden 730 abbiegende Kfz ermittelt. Fußgänger und Radfahrer können heute die Bundesstraße durch eine Bedarfsampel queren. Sie soll in diesem Jahr zusätzlich für Blinde und sehbehinderte zusätzlich Technisch aufgerüstet. Aus Sicht der Polizei ist die Einmündung unauffällig. In den letzten zehn Jahren haben sich im Bereich der Kreuzung vier meldepflichtige Unfälle ereignet.

Ein Umbau könnte im Zuge der Sanierung der Bundesstraße erfolgen, die in dem Abschnitt zwischen Reeser und Labbecker Straße für 2019 angedacht ist. Dann soll auch die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Sie ist fast 50 Jahre alt „und befindet sich in einem dementsprechenden Zustand“, heißt es bei der Stadt. Eine neue Beleuchtung wurde zwar schon vor über 20 Jahre diskutiert, aber am Ende doch nicht beschlossen.

Bedenken wegen Standfestigkeit

Nun hat die Stadt Bedenken wegen der Standfestigkeit der schweren Peitschenmasten. Von den geschätzten 225 000 Euro Gesamtkosten für die Laternen – ein Landeszuschuss ist schon abgezogen – werden den Anliegern 80 Prozent in Rechnung gestellt. Ein Fünftel trägt die Stadt. Auf den Gewerbetreibenden kämen geschätzte 2000 Euro zu, auf einen privaten Haushalt etwa 1000 Euro. Die Erneuerung der Fahrbahn geht finanziell zu Lasten von Straßen.NRW als Baulastträger.

Zeitgleich mit der B 57-Sanierung will die Stadt, um Kosten zu sparen, Kanalanschlüsse der Haushalte prüfen und gegebenenfalls erneuern. Die Fahrbahn müsse ohnehin aufgerissen werden, heißt es.

Ein Großteil der Anschlüsse ist jedoch jüngeren Datums aus den Jahren 1982 und 2000/2001, die älteren liegen in Richtung Xanten und stammen von Mitte der 50er Jahre. Der Hauptkanal sei in Ordnung, betonte der Technische Dezernent Niklas Franke im Ausschuss. Eine Anwohnerversammlung wird es vermutlich nicht geben; statt dessen will die Stadt individuelle Gespräche mit den Hauseigentümern führen. Der Technische Dezernent Niklas Franke sagte jedenfalls zu, bei Straßen.NRW den Vorschlag eines Flüsterasphalts zu unterbreiten, um die Geräuschbelastung für die Anwohner zu reduzieren. Aber Franke gab auch zu bedenken, dass dieser Asphalt eine kürzere Lebensdauer habe als eine normale Straßenoberfläche.

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