Entsorgung

Mehrere Gebühren in Sonsbeck steigen

Für die Entsorgung müssen die Sonsbecker teilweise tiefer in die Tasche greifen.

Foto: Michael Kleinrensing

Für die Entsorgung müssen die Sonsbecker teilweise tiefer in die Tasche greifen. Foto: Michael Kleinrensing

Die Bürger in Sonsbeck müssen tiefer in die Tasćhe greifen. Der Rat wird am Dienstag über die Anhebungen entscheiden.

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Sonsbeck. Am Dienstag, 12. Dezember, um 18 Uhr wird der Sonsbecker Rat mit dem Haushalt für 2018 bekannt gemacht. Mit dieser Einbringung verbunden ist immer auch die Festlegung der Gebühren und örtlichen Steuern, über die wesentliche Teile der Ausgaben im nächsten Jahr gesteuert werden. Kämmerer Willi Tenhagen hat im Vorfeld den Haupt- und Finanzausschuss mit den Daten vertraut gemacht. Und der Ausschuss empfahl dem Rat einstimmig, alle neuen Gebühren wie von der Verwaltung empfohlen anzunehmen.

Straßenreinigung: Die Gebühr, die die Anlieger der Ortsdurchfahrten zahlen müssen, soll nach diesen Plänen maßvoll angehoben werden. Statt bislang 1,33 Euro sind im nächsten Jahr 1,40 Euro pro Meter fürs Kehren der Rinne zu zahlen, also bei einem 15 Meter breiten Grundstück 1,05 Euro mehr. Bei dieser Länge kommt eine jährliche Gebühr von 21 Euro auf die Anlieger zu. Der Posten im Haushalt ist mit einem Volumen von 7900 Euro gering.

Entwässerung: Bei der Schmutzwasserbeseitigung, so Tenhagen, wird es etwas happiger. Die Gebühr soll um 30 Cent von 2,65 auf 2,95 Euro steigen, also um 11,3 Prozent. Und das hat gleich mehrere Gründe: Die Rücklagen in diesem Bereich sind so gut wie aufgezehrt. Noch in diesem Jahr wurden zur Konsolidierung 45000 Euro eingesetzt. Diesmal sind es nur 16000. Der Niersverband hat seine Verbandsumlage erhöht. Und als Folge des Starkregens sind die Kanalzustandsuntersuchungen per Video intensiviert worden. Die Auswertung und die bei Schäden notwendigen Ausschreibungen und Überwachung der Regulationsarbeiten ist mit dem Stamm der kleinen Gemeindeverwaltung nicht leistbar, hatte Bürgermeister Heiko Schmidt bereits angekündigt. Inzwischen ist eine halbe Technikerstelle ausgeschrieben. Übrigens: Bei einem Vier-Personen-Haushalt und einem Durchschnittsverbrauch von drei Kubikmeter Wasser pro Person im Monat macht die Erhöhung 43,20 Euro mehr im Jahr aus.

Niederschlagswasser: Die obigen Gründe führen auch bei diesem Posten zu einer Erhöhung um 24,6 Prozent – von 65 auf 81 Cent je Kubikmeter – und damit auf den Stand der Einführung der getrennten Gebühr im Jahr 2008/09. Auch hier ist der Sonderposten abgeräumt. Bei einer versiegelten Grundstückfläche von 150 Quadratmetern macht das 121,50 Euro im Jahr, 24 Euro mehr als noch in diesem Jahr.

Wasser- und Bodenverbände: Die Gebühren für die Unterhaltung der Gewässer im Außenbereich bleiben bei der Kervenheimer Mühlenfleuth (18,90 Euro je Hektar) und der Issumer Fleuth (21,50 Euro je Hektar) unverändert. Im Bereich des Niersverbandes werden statt bislang 9,17 Euro je Hektar 9,68 Euro fällig.

Abfallentsorgung: Der Kreis will 26000 Euro, Entsorger Schönmackers 7000 Euro weniger, für die Altpapierverwertung gab es 10000 Euro mehr, und aus der Rücklage können 45000 Euro entnommen werden. Das macht eine durchschnittliche Verringerung der Kosten je nach Tonnenart zwischen zwei und sechs Prozent möglich. „Bis 2020“, so der Kämmerer, „werden die Preise wohl stabil bleiben“. Der Posten Abfall schlägt im Haushalt übrigens mit einer satten Million Euro zu Buche. Im Bereich Abwasser sind es 1,24 Millionen.

Die dicksten Einnahmeposten sind hingegen die Gemeindesteuern. Bei der Grundsteuer A für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke gibt es einen Hebesatz von 250 Prozent, bei der Grundsteuer B (alle anderen Grundstücke) von 413 Prozent und bei der Gewerbesteuer von 411 Prozent.

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