Karneval

Mit Blumen im Haar

Foto: WAZ FotoPool

Rheinberg-Ossenberg.   Oldie-Nacht des KAG Ossenberg war ein voller Erfolg. Heißer Mix aus Beat, Rock ‘n’ Roll und Country.Der Versuch, eine Alternative zu schaffen, war von Erfolg gekrönt

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Wenn in Rheinberg die Oldie-Night der Rhinberkse Jonges in der Stadthalle ansteht, ist die Veranstaltung binnen weniger Stunden ausverkauft. Seit Jahren ist sie eine tolle Erfolgsgeschichte, beschert stets eine volle Stadthalle. Was umliegende Karnevalsvereine immer wieder bestaunten. Insbesondere, wenn man den Karneval über zwei Wochen in einem Zelt feiert, sollte es auch gut gefüllt sein. Denn es kostet nicht unerheblich Miete.

Etwas Neues ausprobieren wollte auch der Vorstand des KAG Ossenberg. Und warum dabei nicht auch mal eine Oldie-Nacht organisieren? Das mag einer der Gründe gewesen sein, auch den Ossenbergern einen heißen Mix aus Beat, Rock ‘n’ Roll und Country Song mit einer Live-Band auf der Bühne zu bieten. „Versuch macht klug“, heißt ein Sprichwort. Der gelang am Samstagabend, was man auch außerhalb des Zeltes an der Kirchstraße akustisch vernehmen konnte. Schon mittags war der bunte Nachmittag auch dank der Kooperation der Karnevalisten des KAG mit den Frauen der KfD ein Erfolg. Gerade mal zwei Stunden Zeit blieb ihnen, das Zelt für den Wechsel von Schunkelwalzern zu rockigen Klängen umzubauen.

Körperlich abgerockt

Waren nachmittags noch lange Tischreihen für die Senioren gefragt, erlaubte spätabends eine große Freifläche auch körperlich abzurocken. Mit der Duisburger Band „Golden Sixties“, die mit Keyboard, Schlagzeug, Gitarren, Bass und anderen Instrumenten bestückt war, hatten die Ossenberger bereits bei einem Fest auf dem neuen Marktplatz gute Erfahrung gemacht.

Stand der Nachmittag kleidungsmäßig noch im Zeichen der närrischen Session – Uniformen und Kostüme der Tanzgarden herrschten vor – war der Abend ganz auf die 60er- und 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts ausgerichtet. KAG-Präsident Horst Neumann hatte sich in einen poppigen Hippie mit langem Haar, Stirnband und Hemd verwandelt, Alex Lehmann, Ehrensenator, glich einem Farmer aus Mississippi, Prinzessin Caroline trug nicht mehr ihr langes schulterfreies rotes Abendkleid und Krönchen im Haar, sondern war zum blumigen Hippie-Girlie mutiert.

„Golden Sixties“

Schließlich hieß es ja „Golden Sixties“. Deren Bandmitglieder näherten sich selbst diesem Jahrzehnt: Der Älteste war 68 Jahre alt. Doch von Rentnerruhe war bei der Band nichts zu spüren, als sie nach langem und nervigem Soundcheck endlich loslegte.

Mit „Route 66“ fetzte man gewaltig los, „Do you wanna dance“ war die musikalische Aufforderung, die Zeltmitte zu bevölkern und gewaltig abzutanzen.

Der Versuch, für die nicht so Karnevalsbegeisterten mit einer Oldie-Nacht eine Alternative zu bieten, war von Erfolg gekrönt.

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