Xantener Oktoberfest

Mit dem Fassanstich wurde das Xantener Oktoberfest eröffnet

Gemeinsam wurde angestoßen: Hannelore Olfen und Andreas Engelskirch (links) mit ihren Ehepartnern Heinz und Daniela (rechts).

Foto: Jasmin Ohneszeit

Gemeinsam wurde angestoßen: Hannelore Olfen und Andreas Engelskirch (links) mit ihren Ehepartnern Heinz und Daniela (rechts). Foto: Jasmin Ohneszeit

Xanten.   Bis zum 29. Oktober heißt es wieder „O’zapft is“ im Festzelt in Wardt. Das Wiesn-Madl ist dieses Jahr die 21-jährige Christine Topf aus Kevelaer.

Während in München die Festzelte des traditionellen Oktoberfestes abgebaut werden, geht es in Xanten erst richtig los. Bis zum 29. Oktober heißt es wieder „O’zapft is“ im Festzelt auf der Xantener Südsee-Wiesn.

Gestern Nachmittag wurde mit dem Fassanstich und den „Nachmittags-Wiesn für alle“ der Auftakt des 19. Oktoberfestes gefeiert. Um 15 Uhr lockte freier Eintritt und eine halbe Maß Freibier schon viele Besucher in das Festzelt und diese zeigten, dass sie auch unter der Woche zünftig feiern können.

Das Fass wurde vom Verwaltungsratsvorsitzenden des Freizeitzentrums, Udo Bovenkerk angestochen. Nach drei Schlägen floss das Bier. Geübt hatte er das vorher nur in der Theorie. „Ich habe mir angesehen, wie das Fass in München angestochen wurde“, sagte er. Spannend wurde dann aber noch die Vorstellung des diesjährigen Wiesn-Madls. Bis zuletzt blieb geheim, wer es wird. Wiesn-Veranstalter Wilfried Meyer lüftete schließlich das Geheimnis. „Die Entscheidung war auch in diesem Jahr nicht leicht. Sechs Damen hatten sich beworben“, sagte Meyer. Christine Topf, Soldatin aus Kevelaer durfte sich über den Titel freuen. Das Wiesn-Madel ist das Gesicht des Oktoberfestes und präsent bei allen Veranstaltungen. „Sie ist hübsch, nett und intelligent – alles Eigenschaften, die man für den Job braucht“, sagte Meyer.

Die „Oberbayern-Band“ sorgte gestern für Stimmung. Mit bayrischer Volksmusik und leckeren Schmankerln schunkelten die mehreren hundert Besucher an ihren Tischen. Es war das vierte Mal, dass die „Nachmittags-Wiesn“ am ersten Oktoberfesttag veranstaltet wurden. Die Idee dahinter: An diesem Tag ist das Zelt für alle Menschen geöffnet. Zusammen mit dem KoKoBe, der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle der Stadt, und der Lebenshilfe Unterer Niederrhein lädt das Freizeitzentrum alle Menschen ein, egal ob mit oder ohne Handicap, gemeinsam zu feiern. „Die Geselligkeit, die Musik und natürlich die kurze Anreise aus Ginderich machen das Oktoberfest besonders“, sagte Daniela Engelskirch, die mit ihrem Mann seit 15 Jahren das Fest besucht.

Natürlich kamen sie in angemessener Kleidung, denn ohne Dirndl und Lederhosen geht es für die meisten Besucher nicht. Wer noch keine Lederhose hat, kann sich die extra designte Hose von André Schlusen kaufen. Das Modell „Xanten“, hergestellt aus Wildbockleder ist versehen mit aufwendigen Details: Siegfried- und Nibelungensage, das Stadtwappen mit den gekreuzten Schlüsseln und auf der Messertasche sogar das Emblem des Xantener Oktoberfestes (Herz und Hirschböcke) sind auf die Hose gestickt.

Die Abendveranstaltungen freitags und samstags sind bis auf den 27. Oktober und wenige Einzelplätze ausverkauft. Spontane Besucher können an der Reservierungshütte am jeweiligen Abend kurzfristig Karten für freigewordene Plätze erhalten. Morgen sorgt bei freiem Eintritt die 24-köpfige bayrische Blaskapelle Dietramszell bei einem Platzkonzert um 15 Uhr vor dem Plaza del Mar im Hafen Xanten für Stimmung. Am Sonntag spielt die Blaskapelle um 12 Uhr gemeinsam mit dem Musikverein Harmonie 1911/1921 Sonsbeck/Labbeck im Festzelt. Gute Laune ist dabei garantiert.

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