Soziales Engagement

Mit Freiwilligen die Freizeit für Kurzzeitgäste gestalten

Pflegefachkraft Stefanie Eickes, Kurzzeiteinrichtungs- und Pflegeleiter Christian Schlebusch, Kurzzeitbewohner Hans Thomas und Leiter des sozialen Dienstes Dirk Ulrich (von links) spielen eine Runde Mensch ärgere Dich nicht.

Pflegefachkraft Stefanie Eickes, Kurzzeiteinrichtungs- und Pflegeleiter Christian Schlebusch, Kurzzeitbewohner Hans Thomas und Leiter des sozialen Dienstes Dirk Ulrich (von links) spielen eine Runde Mensch ärgere Dich nicht.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Xanten.  Die Caritas Kurzzeitpflege St. Katharina in Xanten möchte mit Ehrenamtlern das Freizeitangebot für die Bewohner der Einrichtung ausbauen.

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Gesellschaftsspiele spielen, einen kleinen Spaziergang durch den Park machen oder einfach gemeinsam Zeitung lesen und erzählen: Die Caritas Kurzzeitpflege St. Katharina, die auf dem Gelände des Xantener Krankenhauses ansässig ist, sucht Ehrenamtler, die genau solche Tätigkeiten übernehmen und Zeit mit den Bewohnern der Einrichtung verbringen. Die Idee, das Ehrenamt zu stärken, hatte Dirk Ulrich, Leiter des Sozialen Dienstes. Er übernahm im Sommer diesen Posten. „Es gibt hier viele Möglichkeiten, um sich zu engagieren. Das wollen wir hervorheben“, sagte er.

Der soziale Dienst übernimmt die Aufgabe, Freizeit- und Betreuungsangebote zu planen und durchzuführen. Vier hauptamtliche Mitarbeiter gehören zum Team. „Es besucht uns am Montag zum Beispiel ein Puppenspieler oder wir gehen mit den zu pflegenden Personen in die Gottesdienste“, erklärte Ulrich. „Wir sind aber personell eng besetzt, daher ist es für uns schwierig, alle Gäste, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, zur Kapelle zu bringen.“ Die Idee des Sozialen Dienstes ist es daher zum Beispiel, dass Besucher des Gottesdienstes zuvor einen Abstecher zur Kurzzeitpflegeeinrichtung machen und einen Bewohner zur Kapelle mitnehmen. „Das ist eigentlich kein großer Akt aber für uns eine sehr große Hilfe“, so Ulrich.

Von 12 auf 26 Plätze aufgestockt

Die Bewohner werden in der Xantener Kurzzeitpflege als Gäste bezeichnet. „Wir versuchen einen Hotelcharakter zu schaffen“, erklärte Thomas Kegler, Fachbereichsleiter der ambulanten und stationären Altenhilfe.

Seit 2011 existiert die solitäre Kurzzeitpflege St. Katharina. Die zwölf Plätze, die es zunächst gab, wurden 2018 auf 26 aufgestockt. Bei der solitären Kurzzeitpflege gibt es – anders als bei der vollstationären Pflege – ausschließlich Plätze, die für eine bestimme Zeit gebucht werden können. Durchschnittlich zwei Wochen bleiben die Gäste in dem Haus. 1612 Euro, das wäre umgerechnet ein Aufenthalt von 15 Tagen, übernimmt in der Regel die Pflegekasse. Da die Gäste ständig wechseln, sei es aber auch schwieriger Ehrenamtler zu gewinnen, so Kegler. „Bei einem vollstationären Pflegeheim fühlen sich die Angehörigen häufig mit der Einrichtung verbunden und engagieren sich weiterhin dort.“ Das falle bei der Kurzzeitpflege weg – ein weiterer Punkt, warum die Einrichtungsleiter nach externer Unterstützung suchen.

Offen für neue Ideen

„Belohnt wird man hier mit jeder Menge Dankbarkeit und Wertschätzung unserer Gäste“, erklärte Ulrich. Wie oft, wie lange und was die Ehrenamtler mit den Gästen machen, bleibt ihnen selbst überlassen. Schüler, Berufstätige oder Rentner sind gleichermaßen willkommen. Dirk Ulrich führt bereits erste Gespräche mit den weiterführenden Schulen in Xanten. Die ehrenamtlichen Helfer sollen die Hauptamtlichen bei den Aktivitäten, wie den Kaffee- und Spielerunden, beim Backen oder bei alltäglichen Dingen, wie Fernsehschauen oder lesen, unterstützen. „Wir sind auch offen für neue Ideen der Ehrenamtlichen“, betonte Christian Schlebusch, Kurzzeiteinrichtungs- und Pflegedienstleiter.

Weitere Auskünfte rund um die ehrenamtlichen Tätigkeiten erteilt Schlebusch telefonisch unter 02801/710518.

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