Theater

Mops „Cooper“ – cooler Bühnenhund

Mops Cooper mag es im Rampenlicht zu stehen. Er spielt an der Seite seines Herrchen Daniel Graefenstein, der die Rolle des „Jung-Gernot von Zitzewitz“ übernommen hat. Auch Horst Wenig (hinten) zeigt keine Furcht vor dem Hund.

Mops Cooper mag es im Rampenlicht zu stehen. Er spielt an der Seite seines Herrchen Daniel Graefenstein, der die Rolle des „Jung-Gernot von Zitzewitz“ übernommen hat. Auch Horst Wenig (hinten) zeigt keine Furcht vor dem Hund.

Foto: arfi

Zum Ensemble des Alpener Laienspiels gehört auch ein Vierbeiner. Bühnenbild-Gerüst erlebt bei dem witzigen Stück seine letzten Tage.

Alpen. Beim Thema Schwiegermutter gehen die Meinungen häufig auseinander. Während die einen sie als liebevolle und hilfreiche Omi schätzen, bekommen andere bei der bloßen Erwähnung ihres Namens bereits Schnappatmung. Wenn gleich mehrere Schwiegermütter im Spiel sind, kann es turbulent werden. Das zeigt sich eindrucksvoll beim aktuellen Stück des Alpener Laienspiels mit dem passend klagenden Titel „Immer diese Schwiegermütter“.

Flott und verzwickt

Die flotte und verzwickte Verwechslungskomödie von Beate Irmisch fängt mit der geplanten Hochzeit von Emma Hoppenstett (Bianca Heier) mit dem alternden Star-Tenor Gernot von Zitzewitz (Horst Wenig) eigentlich ganz harmlos an. Bis mit Walli Hoppenstett (Birgit Graefenstein) die erste Schwiegermutter ins Geschehen einsteigt, für Turbulenzen sorgt und die Verwechslungen ihren komisch rasanten Verlauf nehmen.

Denn während Walli für die Köchin vom Catering-Service gehalten wird und Schwiegermutter Nummer zwei, Marliese von Zitzewitz (Petra Wittmann), dem Hauspersonal zugeordnet wird, hält man den Sohn des Tenors für den Bräutigam und dessen Braut wiederum für die angehende Gattin des Opernsängers. Klingt kompliziert.

Auf der Bühne des pädagogischen Zentrums an der Fürst-Bentheim-Straße geht es also bei den beiden geplanten Aufführungen an den Sonntagen, 11. und 18. März (jeweils um 17 Uhr), mächtig rund. Der einzige, der in dem ganzen Trubel cool bleibt, ist der dreijährige Mops „Cooper“ von Daniel Graefenstein.

In der Rolle des „Jung-Gernot von Zitzewitz“ darf der Laiendarsteller seinen Hund mit auf die Bühne nehmen. „Er hat bei den Proben gezeigt, dass er ein guter Schauspieler ist. Das wird schon klappen“, sagt Walter Kühn. Bei der Wahl des Stückes hat es sich der Regisseur nicht leicht gemacht: „Die Schauspieler müssen zu den Rollen passen, die Figurenzeichnung muss stimmen, und der Humor muss Sinn ergeben. Lacher um jeden Preis möchten wir nicht.“

Über ein Dutzend Stücke hat der Alpener daher im Vorfeld gelesen, bis er restlos zufrieden war. Damit auch Zuschauer auf ihre Kosten kommen, die nicht so gut hören können, werden erstmals spezielle Bühnenmikrofone installiert, die die spritzigen Dialoge über Lautsprecher bis in die letzten Reihen übertragen. Das ansprechende Bühnenbild hat das Ensemble wieder mal in Eigenregie erstellt. Die Aufgabenverteilung ist eher klassisch, erklärt Kühn: „Die Männer treffen sich früh am Morgen und bauen die Bühne auf. Mittags bringen unsere Frauen das Essen.“

So schnell dürfte der Aufbau im nächsten Jahr allerdings nicht mehr von der Hand gehen. Dann muss eine neue Grundkonstruktion her. „Wir nutzen das Bühnenbild zum letzten Mal. Es stammt noch aus den 80 Jahren und fällt langsam auseinander.“ Bis dahin muss es noch zwei Mal die Lachsalven des Publikums aushalten. Karten für die beiden Aufführungen sind im Vorverkauf zum Preis von acht Euro – Kinder zahlen die Hälfte – in der Alpener Drogerie DroNova erhältlich.

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