Soziales

„Müssen etwas tun im Nahverkehr“

Nicht immer ist ein solch problemloses Einsteigen für Rollstuhlfahrer in den Bus möglich. Foto: Lars Fröhlich/WAZ FotoPool

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Xanten.Werner Paessens wurde vor zweieinhalb Jahren vom Rat der Stadt Xanten zum Behindertenbeauftragten bestellt.

Herr Paessens, wenn Sie auf Ihre bisherige Amtszeit zurück blicken: Was sind die größten Erfolge?

Werner Paessens: Was konkrete Projekte angeht, sind das sicherlich die Gehstreifen auf dem Markt, die Gehbehinderten den Weg weisen. Im Bereich der Immunität und des Domeinganges ist mittlerweile alles barrierefrei. Und auch die jüngsten Baumaßnahmen im Ortskern – im Bereich der Orkstraße, Bemmelstraße oder der Hagenbuschstraße – habe ich begleitet und darauf geachtet, dass die Belange der Menschen mit Behinderung beachtet werden.

Was gehört neben der Begleitung von Baumaßnahmen zu Ihren Aufgaben?

Das ist die eine Seite meiner Aufgabe. Auf der anderen Seite bin ich aber auch der zentrale Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung. In meine monatliche Sprechstunde im Rathaus kommen mittlerweile zwischen 60 und 70 Leute. Wer schlecht zu Fuß ist und nicht ins Rathaus kommen kann, den besuche ich auch zu Hause. Und drei Mal im Jahr besuche ich die Menschen im „Haus der Begegnung“ und höre mir deren Probleme an – das wird auch sehr gut angenommen.

Was ist derzeit die größte Stolperfalle in Xanten?

Da fällt mir spontan der Fahrstuhl im Rathaus ein, den es leider noch nicht gibt. Die Kassen sind klamm, ein Fahrstuhl ist teuer – und hat den weiteren Nachteil, dass immer jemand da sein muss, der ihn bedient. Trotzdem ist es immens wichtig, dass auch Menschen, die Probleme mit dem Treppensteigen haben, an den Ratssitzungen teilnehmen können. Deswegen setze ich mich für einen Treppenlift ein. Der ist billiger und man braucht niemanden, um ihn zu bedienen.

Was ist die größte Herausforderung für Ihre zukünftige Arbeit?

Als besonders drängend empfinde ich die Probleme im öffentlichen Nahverkehr. Besonders auf der Linie nach Birten sind die Busse häufig nicht absenkbar – das kann nicht sein, da muss sich etwas ändern, da müssen wir ran. Deswegen werde ich mich – neben meinen anderen Aufgaben – in Zukunft besonders für einen barrierefreien Nahverkehr einsetzen.

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