Singen

Musik lag in der Luft beim Cäcilienfest in Veen

Fleißige Menschen des Kirchenchors von St. Nikolaus organisierten das Cäcilienfest in Veen.

Fleißige Menschen des Kirchenchors von St. Nikolaus organisierten das Cäcilienfest in Veen.

Alpen-Veen.   Der Kirchenchor von St. Nikolaus blickt bei seinme Fest auf eine Tradition zurück, die bis weit ins 19. Jahrhundert hinein zurückreicht.

Un­ter dem tref­fen­den Mot­to „Mu­sik liegt in der Luft“ hat auch der Kir­chen­chor von St. Ni­ko­laus Veen jetzt sein Cä­ci­li­en­fest ge­fei­ert. Zu­nächst stand am Nach­mit­tag die Mit­ge­stal­tung des Firm­got­tes­diens­tes in St. Ul­rich auf dem Pro­gramm. Nach al­tem Brauch be­such­ten die Chor­mit­glie­der an­schlie­ßend den Fried­hof, um der To­ten zu ge­den­ken. Da­nach lu­den die Män­ner­stim­men Bass und Te­nor ins fest­lich ge­schmück­te Vee­ner Pfarr­heim.

Zu Be­ginn be­grüß­te Vor­sit­zen­der Karl-Jo­sef Wol­fertz die Chor­ge­mein­schaft. Nach dem Es­sen star­te­te das mu­si­ka­li­sche Pro­gramm mit ei­nem „Ver­dau­ungs­lied“. Da­nach wur­de wei­ter­ge­sun­gen und ge­schun­kelt zu al­ten „Vee­ner Ever­greens“. Dass es sich bei dem Fest um ei­ne be­son­de­re Ver­an­stal­tung han­del­te, hat­te Wol­fertz her­aus­ge­fun­den. Vor 140 Jah­ren, am 6. Ju­ni 1877, wur­de an ei­nem Be­zirks­tag der Cä­ci­li­en­ver­ei­ne des De­ka­nats Xan­ten in Veen der neue Kir­chen­ge­sangs­ver­ein Cä­ci­lia ge­grün­det.

Es war nicht der ers­te Kir­chen­chor in Veen. Vie­le Hin­wei­se in den Kir­chen­ar­chi­ven deu­ten zu­ver­läs­sig dar­auf hin, dass die Sän­ger­tra­di­ti­on in der St.-Ni­ko­laus-Kir­che schon sehr viel äl­ter ist. So wur­den nach Chor-Chro­nik bei­spiels­wei­se schon 1828 Sän­ger für ih­ren mu­si­ka­li­schen Bei­trag mit vier Ta­lern und 19 Sil­ber­gro­schen ent­lohnt.

Ei­ni­ge noch ak­ti­ve Chor­mit­glie­der er­in­ner­ten an Vor­fah­ren, die nach de­ren Er­zäh­lun­gen schon weit vor 1877 im Vee­ner Kir­chen­chor ge­sun­gen hat­ten. Die­se frü­hen Ge­sangs­grup­pen wa­ren je­doch noch nicht als for­mel­le Ver­ei­ne or­ga­ni­siert, wes­halb das Jahr 1877 als of­fi­zi­el­les Grün­dungs­jahr des Ge­sangs­ver­eins fest­ge­legt wor­den war.

Jo­sef Ber­ger brach­te die mu­si­ka­li­sche Fest­ge­sell­schaft da­nach mit ei­nem ori­gi­nel­len Bei­trag wie­der or­dent­lich in Schwung. Der Abend klang – wie könn­te es auch an­ders sein – mit viel Mu­sik aus.

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