Polizei

Nach 16 Uhr bleibt die Polizeiwache in Xanten geschlossen

Auf der Polizeiwache in Xanten (Karthaus 14) können Bürger nur noch zu bestimmten Zeiten Anzeigen erstatten. Außerhalb dieser Zeiten stehe dafür kein Beamter zur Verfügung, schreibt die Behörde

Auf der Polizeiwache in Xanten (Karthaus 14) können Bürger nur noch zu bestimmten Zeiten Anzeigen erstatten. Außerhalb dieser Zeiten stehe dafür kein Beamter zur Verfügung, schreibt die Behörde

Foto: Ulla Michels / WAZ FotoPool

Xanten/Kreis Wesel.  Wer in Xanten Anzeige erstatten möchte, kann dies nur noch montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr tun. Grund dafür ist Personalmangel.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Einen Fahrraddiebstahl oder einen Betrug anzeigen: Ab Montag, 2. Dezember, ist dies für die Bürger in den Wachen Xanten (Karthaus 14) und auch in Neukirchen-Vluyn nur noch montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr möglich. Außerhalb dieser Zeiten wird es kein Personal speziell zur Aufnahme von Anzeigen in den beiden Wachen mehr geben, das berichtet die Kreispolizeibehörde Wesel.

„Der Grund für diese neue Situation ist der weiter gesunkene Personalbestand der Polizei im Kreis Wesel. Gegenüber 2015 hat die Polizei rund 50 Polizeibeamtinnen und -beamte weniger“, schreibt die Behörde weiter. Um zugleich aber klarzustellen: „Trotz dieses Personalmangels sind wir im Vergleich überdurchschnittlich schnell nach einem Notruf vor Ort. Dies ist möglich dank der hochengagierten Kolleginnen und Kollegen.“

Die neuen eingeschränkten Zeiten für die Anzeigenaufnahme seien erforderlich, weil eben weniger Personal da ist. „Dies ist auch keine gravierende Einschränkung der Bürgerfreundlichkeit oder des Services, weil außerhalb der üblichen Bürodienstzeiten erfahrungsgemäß nur selten Bürgerinnen und Bürger zur Wache kommen.“

Kreispolizeibehörde Wesel: „Ausreichend Streifenbeamte“

Die Veränderung macht es laut Aussage aus Wesel aber möglich, auch weiterhin ausreichend Beamte zu haben, um in Neukirchen-Vluyn und Xanten einen Streifenwagen vorzuhalten, der sich um die Sicherheit der Bürger kümmert.

Die Erklärung: „Die Streifenwagenbesatzungen beginnen und beenden ihren Dienst weiter auf den Wachen und kommen während der Schicht auch immer wieder zum Beispiel für Schreibarbeiten dahin, so dass sie dort ansprechbar sind. Wenn die Kollegen außerhalb der üblichen Bürozeiten im Einsatz sind, sind die Wachen abgeschlossen. Es gibt aber an der Eingangstür jeweils eine technische Rufmöglichkeit, die zur nächsten ständig besetzten Wache geschaltet ist.

Nach Einbrüchen oder Verkehrsunfällen würden die meisten Bürger erfahrungsgemäß zu ihren Handys oder zum Telefon greifen, um die Polizei um Hilfe zu bitten. „Der Notruf 110 ist selbstverständlich weiter rund um die Uhr erreichbar.

Anzeigen könnten die Bürger auch zusätzlich online stellen. Die Kreispolizeibehörde Wesel verfügt mit zehn Polizeiwachen weiterhin über ein sehr dichtes, bürgerfreundliches Angebot im Kreis Wesel.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben