Einzelhandel

Nach Weihnachten beginnt das Umtauschgeschäft

Nach dem Weihnachtsfest beginnt der Umtausch einiger Geschenke.

Nach dem Weihnachtsfest beginnt der Umtausch einiger Geschenke.

Foto: Michael Korte

Xanten.   Wenn das Geschenk nicht gefällt, wird es umgetauscht, zum Beipspiel in der Xantener Buchhandlung Librarium. Auch Gutscheine werden eingelöst.

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Nach den Feiertagen ist vor den Feiertagen: Zumindest für den Einzelhandel. Vielerorts begann gestern so langsam das Umtauschgeschäft oder auch das Einlösen der verschenkten Gutscheine. In der Xantener Buchhandlung Librarium zum Beispiel ging es mit dem Umtauschen los, allerdings sei es noch ruhig gewesen. „Am Vormittag hatten wir bisher einen Bücherumtausch. Ich denke, da kommt noch einiges, aber das schlechte Wetter hält die Leute ab, heute in die Stadt zu gehen“, sagte Inhaber Volker Muthmann. In der kommenden Woche rechne er noch mit dem größeren Geschäft nach Weihnachten.

Einen Anspruch auf den Umtausch, wenn das Geschenk nicht gefällt oder es doppelt geschenkt wurde, hat der Kunde aber nicht. Vielmehr muss man auf die Kulanz des Händlers hoffen.

Was ist aber, wenn der Kassenzettel weg ist, die Ware aber trotzdem zurück soll? Prinzipiell kein Problem: Mittels EC-Kartenabrechnung oder eines Zeugens sollte das Umtauschen funktionieren. Wichtig sei nur, dass man nachweisen kann, dass das Produkt aus dem Geschäft stammt. „Wir sind ziemlich großzügig, was das Umtauschen angeht. Generelles Umtauschen ist gar kein Problem und wenn der Bon weg ist, wir aber erkennen, dass das unsere Ware ist. Dann können die Artikel auch problemlos zurückgegeben werden“, sagte Claudia Helders, Verkäuferin im Rheinberger Schmuckgeschäft Schubert Uhren/Schmuck/Optik. Die Mitarbeiter hatten hier am gestrigen Tag schon einiges zu tun: „Vor allem Ringe und Uhren werden hergebracht, weil die Größe angepasst werden muss. Selten werden Stücke umgetauscht, weil sie nicht gefallen.“

Gutscheine haben wohl auch in diesem Jahr wieder viele unter dem Tannenbaum gefunden. Doch rechtlich gibt es bei ihrer Einlösung ebenfalls einiges zu beachten: Auch wenn auf dem Gutschein keine Gültigkeitsdauer vermerkt ist, kann er nicht unbegrenzt lange eingelöst werden. Allgemein gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren, erklärt die Verbraucherzentrale.

Gesetzlich ist nicht geregelt, ob ein Gutschein komplett oder Stück für Stück eingelöst werden kann. Wenn dem Händler Teilleistungen zumutbar sind und keinen Verlust für ihn bedeuten, dürfte der Teileinlösung nichts entgegenstehen, heißt es bei der Verbraucherzentrale. Der Restbetrag kann dann auf dem alten Gutschein oder als neuer Gutschrift ausgestellt werden. Ein Anspruch auf Auszahlung des Restbetrages habe der Kunde allerdings nicht.

Übrigens: Wenn auf dem Gutschein ein Name steht, heißt das nicht, dass ausschließlich der Beschenkte ihn einlösen darf. Den Geschäften sei es in den meisten Fällen egal, wer den Gutschein im Endeffekt einlöst.

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