Wirtschaft

Nachwuchsmangel? Das Wort kennt man bei Lemken nicht

Die fertigen Lemken-Azubis 2017 - rechts Viktor und Nicola Lemken

Foto: Lemken

Die fertigen Lemken-Azubis 2017 - rechts Viktor und Nicola Lemken Foto: Lemken

Alpen.   Der Landmaschinenhersteller aus Alpen sucht keine Einser-Schüler, sondern Bewerber, die zum Unternehmen passen. Und später kommt die Übernahme.

Mit einer betriebsinternen Lossprechungsfeier bedankte sich die Firma Lemken am vergangenen Freitag beim Abschlussjahrgang der Auszubildenden. Vorher durften die frisch gebackenen Gesellen Eltern und Freunden ihren Arbeitsplatz zeigen.

Zukunftssorgen brauchen sich die künftigen Fachkräfte keine machen, erklärt Ausbilderin Kristina Kresken: „Einige beginnen im Anschluss an die Ausbildung ein Studium, aber grundsätzlich haben wir allen angeboten, sie zu übernehmen.“ Damit sichere der Betrieb, wie Viktor Lemken betonte, nicht nur die berufliche Zukunft der jungen Menschen, sondern auch den notwendigen qualifizierten Nachwuchs an Fachpersonal. Darauf setzt die Firma Lemken in großem Umfang: Insgesamt lernen in den beiden Ausbildungswerkstätten 63 Jugendliche ihr Handwerk, das sind immerhin sechs Prozent der Gesamtbelegschaft. Vom vielerorts beklagten Fachkräftemangel spürt man an der Weseler Straße sowieso nichts. „In den Berufen, die wir anbieten, gibt es diesen Mangel nicht“, erklärt Personalchefin Christel Bühren. Zumal die Qualität der Ausbildung bei dem Landmaschinenhersteller traditionell einen guten Ruf genießt.

Viele der Auszubildenden haben auch in diesem Jahr wieder mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Besonders hervorheben möchte der Betrieb Timo Adams, der als Kammerbester die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker abgeschlossen hat. Stolz ist der Betrieb auch auf Marc Friemel, der als Erster die kooperative Ingenieurausbildung absolviert hat. Nach der zweijährigen Ausbildung absolvieren die Zerspanungsmechaniker ein Vollzeitstudium, dass Friemel mit der Note sehr gut abschloss.

Bewerbungsende 30. September

In diese Fußstapfen treten seit Anfang September 16 neue Azubis im kaufmännischen und technischen Bereich. Der Betrieb macht darauf aufmerksam, dass die Bewerbungsfrist für das kommende Jahr am 30. September ausläuft. Angeboten wird neben den Berufen Industriemechaniker/in, Mechatroniker/in, Zerspanungsmechaniker/in und Industriekaufmann erstmals eine Ausbildung zum technischen Produktdesigner. Ein Einserzeugnis ist für eine Bewerbung bei der Firma Lemken nicht erforderlich. „Wir suchen nicht die Besten, sondern diejenigen, die am besten zu uns passen. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle, wir nehmen gerne auch junge Frauen“, sagt Bühren über das Anforderungsprofil. Dass soziale Kompetenz wichtiger als gute Noten ist, bestätigt auch Gesellschafterin Nicola Lemken: „Bei uns kommt es sehr auf den Charakter an. Wir brauchen Leute, die in unsere Struktur passen.“ Ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben in diesem Jahr: Max Pieper, Janine Tophoven, Stephan Willems, Jack Rehfuß, Tamara Hinze, Patrick Menn, Janek Hetzel, Frederik Kröll, Mats Egging, Christian Gäbert, Fabio van den Brandt, Fabian Langanki, Timo Adams, Thomas Rein und Marc Friemel.

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