Stadtentwicklung

Neubaupläne für die Flüchtlings-Unterkunft Rheinberg-Orsoy

RHB Asylstation Budberg Das Krankenhaus wird in ein Auffaglager für Asylsuchende umgebaut ab dem 2. November ist Platz für 200 Flüchtlinge vorhanden weitere Plätze sowie eine Cook & Chill Regenerier-Küche sind in Arbeit Die neue Zaunanlage

RHB Asylstation Budberg Das Krankenhaus wird in ein Auffaglager für Asylsuchende umgebaut ab dem 2. November ist Platz für 200 Flüchtlinge vorhanden weitere Plätze sowie eine Cook & Chill Regenerier-Küche sind in Arbeit Die neue Zaunanlage

Foto: Ostermann, Olaf (oo) / Ja

Rheinberg-Orsoy.  Seit vier Jahren leben Flüchtlinge im ehemaligen St.-Marien-Hospital in Orsoy. Ab 2020 soll die Kapazität allerdings stark gesenkt werden.

Seit vier Jahren leben Flüchtlinge im ehemaligen St.-Marien-Hospital in Orsoy. Das Land betreibt dort eine Zentrale Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) für Menschen, die dort ihre ersten Monate in Deutschland verbringen, bevor sie meist kommunalen Unterkünften zugeteilt werden. Zugelassen sind das alte Krankenhaus und das ehemalige Schwesternheim für maximal 500 Flüchtlinge, ab 2020 allerdings nur noch für bis zu 300 Menschen. Derzeit sind in Orsoy rund 200 Frauen, Männer und Kinder untergebracht.

Abriss des alten Krankenhauses

Eigentümer der Immobilie ist seit 2015 das Unternehmen IPG von Jörg Richard Lemberg. Lemberg wird am heutigen Mittwoch, 13. November, zusammen mit dem von ihm beauftragten Planer und Architekten Jörg Faltin zu Gast im Bau- und Planungsausschuss sein. Das Gremium tagt ab 17 Uhr öffentlich im Raum 249 des Stadthauses.

Lemberg und Faltin wollen gemeinsam vorstellen, wie sie sich die Zukunft des Orsoyer ZUE-Areals vorstellen. Nach jetzigem Stand werden dort noch bis 2025 Flüchtlinge leben. Danach ist geplant, das komplette alte Krankenhaus samt Schwesternheim und Nebengebäuden abzureißen und neu zu projektieren.

Ursprüngliche Nutzung

Das ist keine Überraschung: Von Beginn an hatte die IPG mit offenen Karten gespielt und die Möglichkeit eröffnet, dass in Orsoy nach Erfüllung des Vertrags mit dem Land Tabula rasa gemacht werden solle. In der Vorlage für den Bauausschuss heißt es, die Substanz der Gebäude sei ausschließlich auf die ursprüngliche Nutzung ausgelegt und auch nicht dazu geeignet, verwandte Einrichtungen etwa für Altenpflege dort unterzubringen.

Wörtlich steht dort: „Funktional, energetisch und wirtschaftlich ist der Verzicht auf den ,Dinosaurier’ seiner Zeit die bessere Alternative.“ Geplant ist offenbar, Wohnhäuser zu errichten. Das Konzept dafür sehe vor, den Baumbestand auf dem Areal weitgehend zu erhalten.

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