Jugendhilfeausschuss

Neue Kita in Rheinberg wird wohl erst 2020 fertig sein

An der Akazienstraße wuchern jetzt noch die Brombeersträucher, bald werden dort Wohnungen und die neue Kita gebaut.

Foto: UP

An der Akazienstraße wuchern jetzt noch die Brombeersträucher, bald werden dort Wohnungen und die neue Kita gebaut.

Rheinberg.   Erste Pläne der Einrichtung in der Reichelsiedlung wurden jetzt im Rheinberger Jugendhilfeausschuss präsentiert

1. August 2019 – von diesem Stichtag waren bislang eigentlich alle Beteiligten ausgegangen. Doch die Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte in der Reichelsiedlung ist erst für den Februar 2020 anvisiert. „Wir haben uns mit dem Datum vertan“, musste Sozialdezernentin Rosemarie Kaltenbach im Jugendhilfeausschuss eingestehen.

Wie das Gebäude einmal aussehen wird, konnten die Ausschussmitglieder in einem ersten Entwurf schon einmal begutachten. An dem Grundstück zwischen Buchen- und Akazienstraße wird im Erdgeschoss die Kita untergebracht, darüber gibt es in drei Geschossen insgesamt 18 Wohnungen. Vier Kindergartengruppen sollen in den Räumlichkeiten Platz finden – dazu gibt es eine Küche, eine kleine Mensa, Sanitärräume, einen Personalraum und einen Werkzeugraum. „Vom Grundsatz her ist alles mit dem Landschaftsverband abgestimmt“, berichtete Rosemarie Kaltenbach. „Es hat eine Weile gedauert, aber die Kita kann gebaut werden.“

Natürlich gab es Fragen aus den Fraktionen, die von der Größe des Außengeländes (Marie-Luise Theile von den Grünen), über mögliche Fördermittel (Brigitte Devers von der CDU), Schlafräume (Karin Ricking von der CDU) bis hin zum zwischenzeitlichen Ausweichen auf die Montessori-Schule reichten (Peter Mokros von den Grünen). Das Außengelände zum Spielen wird eine Größe zwischen 700 und 750 Quadratmeter haben, ohne den öffentlichen Spielplatz gegenüber. Mögliche Fördermittel, so Kaltenbach, gebe es nur für die Wohnung. Allerdings werde der Komplex komplett von einem Investor finanziert, wodurch für die Stadt keinerlei Kosten anfallen würden. Damit seien aber auch die Einflussmöglichkeiten beschränkt, der Investor erhält natürlich auch die Miete aus den Wohnungen. Ein Schlafraum sei mit eingeplant, so Kaltenbach. „Und was mit dem Gebäude der ehemaligen Montessori-Schule geschieht, müssen wir sehen. Das entscheiden die politischen Gremien.“

Gleichzeitig wurde einmal mehr aber auch Kritik am Standort laut. „Ich halte das für einen falschen Ort für eine Kita“, sagte Karin Ricking. „Außerdem ist die Fläche doch sehr klein.“ Das sah Marie-Luise Theile ähnlich. „Für so viele Kinder ist es doch etwas wenig Grundstück.“ Und auch Ulrike Thölke hält eine Fläche von 750 Quadratmetern für vier Gruppen für „mager“. Rosemarie Kaltenbach indes widersprach dem: „Man sollte nicht nur das Außengelände sehen, sondern die neue Kita am Personal festmachen. Denn damit steht und fällt das Ganze.“ Gleichzeitig verteidigte die Sozialdezernentin die Standortwahl. „Ich bin der Meinung, dass wir den Kindern ein wohnortnahes Angebot in der Siedlung machen müssen.“ Letztendlich stimmte der Ausschuss der Beschlussvorlage einstimmig zu: Die Verwaltung wird beauftragt, mit möglichen Trägern der neuen Kita zu verhandeln.

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