Werbegemeinschaft

Neustart beim Alpener Werbering ist vorerst geglückt

Der neue Vorstand um den Vorsitzenden Thomas Eckholt (ob., 3. v.l.) und Stellvertreterin Birgit Muth (grüne Jacke)

Der neue Vorstand um den Vorsitzenden Thomas Eckholt (ob., 3. v.l.) und Stellvertreterin Birgit Muth (grüne Jacke)

Foto: oo

Thomas Eckholt ist neuer Vorsitzender, Birgit Muth bleibt Stellvertreterin. Die Lage der Kaufmannschaft in Alpen sei weiterhin prekär.

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Alpen. „In tiefer Trauer nehmen wir Abschied vom Blumen- und Spargelmarkt, dem Heimatshoppen, dem Erntefest und vielem mehr.“ Mit dieser Todesanzeige an seine Mitglieder hatte der Werbering zum Ende des Jahres auf die prekäre Lage für die vereinigte Kaufmannschaft aufmerksam gemacht: „Es ist fünf vor zwölf. Die Traueranzeige soll nicht Realität werden“, hieß es im Begleitschreiben.

Die ganze Hoffnung des Vorstandes ruhte darauf, dass die Jahreshauptversammlung nicht die letzte sein und sich ein neuer Vorstand finden würde. Was den Zuspruch betraf, sollte er aber enttäuscht werden. Nur etwa die Hälfte der Mitglieder fand den Weg in die Burgschänke. Entscheidend aber war, dass sich ein neuer Vorstand fand und die Aktivitäten des Werberinges so für die nächsten zwei Jahre gesichert sind.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Thomas Eckholt gewählt, Vize-Vorsitzende bleibt Birgit Muth. Alles wieder im Lot also? Nein. Das zeigte allein schon der Bericht des Kassierers, der satte 5000 Euro Minus fürs abgelaufene Jahr auswies. Als Grund dafür nannte Birgit Muth neben der kostspieligen Produktion von Flyern und sinkenden Mitgliederzahlen die neue Strategie des Werberings bei der Ausrichtung der Straßenfeste. Man habe auf die Kritik von Besuchern an Ständen mit wenig attraktiven Neuwaren reagiert. „Beim Erntefest haben wir beispielsweise regionale Anbieter von Obst und Gemüse oder Handwerker bevorzugt. Das ist gut angekommen, aber eben auch mit einem deutlichen Rückgang der Standgebühren verbunden“, sagte sie. Trotzdem möchte der Werbering an diesem Konzept festhalten. Für „eine schwarze Null“ in der nächsten Bilanz soll der Verzicht auf Flyer-Werbung beitragen.

„Wir probieren das jetzt noch einmal. Aber wenn die nächsten zwei Jahre so bleiben, machen wir den Laden zu“, sagte Thomas Eckholt.

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