Ehrenamtsfrühschoppen

Ohne Ehrenamt geht es nicht

Die Gemeinde Sonsbeck und der HVV luden zum Ehrenamtstag im Kastell ein.

Die Gemeinde Sonsbeck und der HVV luden zum Ehrenamtstag im Kastell ein.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Sonsbeck.   Die Gemeinde Sonsbeck und der Heimat- und Verkehrsverein luden zum Ehrenamtstag. Gefeiert wurde dabei auch ein ungerades Vereinsjubiläum.

Ob im Heimat- und Verkehrsverein, bei der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) oder im Chor – eines haben fast alle Vereine gemeinsam. Ohne Ehrenamt geht es in der Regel nicht. Genau diesem Engagement dankten die Gemeinde Sonsbeck und der örtliche Heimat- und Verkehrsverein beim diesjährigen Ehrenamtstag gestern Vormittag im Kastell. „Das ist ein Tag, an dem wir zeigen wollen, wie wichtig Sie und Ihre Arbeit für uns und die Menschen, die hier leben, sind“, sagte Bürgermeister Heiko Schmidt zu den Gästen. Und davon waren reichlich gekommen: Das überraschte nicht, schließlich gibt es aktuell rund 80 Vereine in Sonsbeck. Das Angebot reicht von karitativen, kulturellen bis hin zu sportlichen Angeboten. „Dafür, dass wir so ein kleiner Ort sind, ist hier einiges los. Das zeigt, wie intakt unser Vereinsleben doch ist“, betonte Schmidt und verwies darauf, dass sich mit dem Trägerverein, der sich für eine private Realschule einsetzt, erst kürzlich ein weiterer Verein gegründet hat.

Auch aus der Schützenbruderschaft, der Feuerwehr oder der katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Sonsbeck kamen Mitglieder zum Ehrenamtstag. Seit 2000 gibt es diesen Tag, der auch immer von einem weiteren Verein mit organisiert wird, der im jeweiligen Jahr einen runden Geburtstag feiert. Die Sache mit dem Jubiläum hatte in diesem Jahr allerdings einen kleinen Haken: die Sonsbecker kfd mit 325 Mitgliedern sollte im Fokus stehen, denn die Frauen blicken auf eine 150-jährige Vereinsgeschichte zurück. Dachten sie zumindest. „Als wir für die Vorbereitungen in einem weiteren Archiv recherchiert haben, ist uns aufgefallen, dass wir eigentlich viel jünger sind“, erklärte die Vorsitzende Renate Hegmann. Im Gründungsjahr selbst hatte sich bereits der Fehlerteufel eingeschlichen: Die kfd besteht nicht seit 1869, sondern seit 1896. Selbst auf den Fahnen wurde schon vor Jahren das falsche Datum gedruckt. „Man munkelt ja, dass sich Frauen gerne etwas jünger machen, wenn es um ihr Alter geht“, sagte Schmidt schmunzelnd. Das Publikum nahm diese Nachricht mit Humor auf, genauso wie die kfd-Frauen selbst. So wurde eben das 123-jährige Bestehen gefeiert. In zwei Jahren soll dann aber wirklich groß gefeiert werden.

Auf ein ausgedehntes Programm hatten die Organisatoren des Ehrenamtstags ganz bewusst verzichtet. Im Vordergrund sollte bei dem Frühschoppen der Austausch zwischen den Vereinen stehen. Das Akkordeonorchester Sonsbeck sorgte mit einigen Stücken für die musikalische Unterhaltung. Bürgermeister Schmidt verkündete dann auch schon das nächste Jubiläum, das im kommenden Jahr gefeiert wird: Vor 700 Jahren wurde der Gemeinde die Stadtrechte und somit die Selbstständigkeit verliehen. Im Juni 2020 soll es deshalb ein großes Festwochenende mit Straßenparty geben. Wie sich die Ehrenamtler dabei einbringen können, wird bei einem ersten Treffen Anfang April besprochen.

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