Innenstadt

Parkplätze in Rheinberg: Gibt es zu viele oder zu wenige?

Mit der Parksituation in Rheinberg (hier am Innenwall zwischen Rheinstraße und Kurfürstenstraße) befasst sich die „Projektgruppe Park- und Verkehrsregelung Innenstadt“.

Foto: Archiv/Wolfgang Krause

Mit der Parksituation in Rheinberg (hier am Innenwall zwischen Rheinstraße und Kurfürstenstraße) befasst sich die „Projektgruppe Park- und Verkehrsregelung Innenstadt“. Foto: Archiv/Wolfgang Krause

Rheinberg.   Die „Projektgruppe Park- und Verkehrsregelung Innenstadt“ soll Lösungen erarbeiten. Dann soll die Politik das weitere Vorgehen entscheiden.

Wohl kaum ein Thema führt zu gegensätzlicheren Diskussionen wie das Parken. Gibt es zu wenige, zu viele oder ausreichend Parkplätze in Rheinberg? Daran schieden sich auch im Haupt- und Finanzausschuss wieder einmal die Geister. Einigkeit herrschte dagegen bei der Beurteilung der Verwaltungsvorlage zum Tagesordnungspunkt „Sachstandsbericht der Projektgruppe Park- und Verkehrsregelung Innenstadt“: Sie wurde einhellig gelobt. Das kommt auch nicht in jeder Sitzung vor.

Hans-Jürgen Scherhag (SPD) bekannte: „So viele Informationen habe ich gar nicht erwartet.“ In der Tat – es gab einen Übersichtslageplan zu den Parkflächen der Innenstadt, eine Belegungsübersicht der Parkplätze im selben Bereich, Auflistungen zur Parkplatz- und Raumauslastung im innerstädtischen Bereich, eine Übersicht zum Parkleitsystem sowie Pläne zum Schulhof Kurfürstenstraße und den Parkplätzen Kattewall und Wallstege. Scherhag schlug vor, das Ganze erst einmal sacken zu lassen und interfraktionell eine breite parlamentarische Mehrheit herbeizuführen.

CDU-Vertreter Markus Geßmann verwies darauf, dass das Thema Rheinberg in den nächsten Jahren beschäftigen werde. Aber: „Wir sehen immer noch zu wenige Parkplätze in der Innenstadt.“ Er regte an, wieder die Arbeitsgruppe Innenstadt einzuberufen.

Dass das Thema kein einfaches sei, machte der technische Beigeordnete Dieter Paus klar. „Hier spielen verschiedenste Elemente mit: privater Besitz, Baugenehmigungen, Verkehrsregelungen.“ Er möchte die Vorschläge der Projektgruppe abwarten. „Es ist besser, etwas auf den Tisch zu legen als einfach nur ins Blaue hinein zu diskutieren.“

Jürgen Bartsch (Grüne) plädierte dafür, Ideen öffentlich zu diskutieren. „Parkflächen gibt es genug, aber sie sind nicht ausgeschildert.“ Was er nicht verstehen könne, sei eine Diskussion darüber, dass die Schranke auf dem Underbergparkplatz ein Hemmnis sei. „In jedem Parkhaus gibt es Schranken.“ Für ein Parkleitsystem brauche man an jeder der drei zentralen Zufahrten in die Innenstadt bessere Hinweise. Auch Herbert Becker (FDP) hat das „Parkleitsystem als größtes Problem“ ausgemacht. „Wir sollten uns zusammensetzen und versuchen, das zu optimieren.“

Nach Ansicht von Ordnungsamtsleiter Jonny Strey „hat Rheinberg genügend Parkplätze“. Deswegen frage er sich, ob man sich wirklich Gedanken über den Bau von neuen machen müsse. Er habe zwar eine andere Meinung über das existierende Parkleitsystem, aber „wir werden über Verbesserungen nachdenken“. Viktor Paeßens (CDU) trat ein wenig auf die Bremse. „Wir sind noch nicht so weit, ein Fazit zu ziehen. Gibt es wirklich genug Parkplätze?“, fragte er. Er schlug vor, kleine Arbeitsgruppen zu bilden. „So bekommen wir den Ball vielleicht rund für ein wirkungsvolles Gutes.“

Bürgermeister Frank Tatzel nahm die Anregungen auf. „Wir werden jetzt Lösungsvorschläge ausarbeiten und dann in der kommenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorstellen.“ Eventuell sollen auch Arbeitsgruppen eingerichtet werden. Der Ausschuss war damit einstimmig zufrieden.

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