Karneval

Prinz Markus III. regiert Rheinberg

   Der ehemalige Prinz Thomas II., der Charmante, sein Nachfolger Markus III., der Startende, und  Zeremonienmeister Ralf Renkens (von links) freuen sich auf die Session.

Foto: Peter Bußmann

   Der ehemalige Prinz Thomas II., der Charmante, sein Nachfolger Markus III., der Startende, und Zeremonienmeister Ralf Renkens (von links) freuen sich auf die Session. Foto: Peter Bußmann

Rheinberg.   Die Rhinberkse Jonges haben ein neues närrisches Oberhaupt. Jetzt kann die Session beginnen. Getreu dem Motto: „Lachen, Singen, Freude bringen!“

Jetzt hat auch Rheinberg seinen närrischen Regenten: Mit einem kräftigen „Helau“ stellte sich Markus Cerkovc gestern im Hotel am Fischmarkt vor. Gemeinsam mit Stephan van Thenen hatte sich der 45-jährige Durchstarter bei den Rhinberkse Jonges als Bewerber für die Prinzenwürde gestellt. In den beiden ersten Wahlgängen verfehlten die Bewerber die erforderliche Dreiviertelmehrheit. Ab dem dritten Wahlgang reicht dann die einfache Mehrheit. Mit der entschied sich der Elferrat für den Außendienstmitarbeiter eines Essener Reinigungs- und Kehrmaschinenunternehmens. Den Beinamen „Der Startende“ erhielt Prinz Markus III., weil er in sehr kurzer Zeit bei den Karnevalisten durchgestartet war.

In Rheinberg wird traditionell der Prinz zeitgerecht zum Start der närrischen Jahreszeit, dem 11. im Elften, gewählt. Der fiel in diesem Jahr sogar auf einen Samstag, so dass das auch der Wahltag werden konnte. „Eigentlich bin ich gebürtiger Duisburger, durch meine Frau nach Rheinberg gekommen“, verriet Markus Cerkovc. „Doch ich hatte auch da mit Karneval zu tun.“ Schon als Kind hatte er in einem karnevalistischen Musikkorps Trompete gespielt. Die wird er wohl jetzt rausholen müssen. Mit seinem Eingeständnis verblüffte er auch den neuen Rhinberkse Jonges-Präsidenten Wolfgang („Wolle) Rams und seinen Vize Lars Kisters.

Leidenschaftlicher Fußballer und MSV-Fan

2004 war Prinz Markus nach Rheinberg gezogen, wo seine karnevalsaffine Ehefrau Tanja Schiffer lebte. Auch der verstorbene Schwiegervater Michael Schiffer war Vollblutkarnevalist. Klar dass Cerkovc schnell zu den Rhinberkse Jonges fand. 2014 wurde er Mitglied, fand auch den Weg in den Vorstand. „Es spielt keine Rolle, ob ich Saal- oder Zugprinz bin“, sagte Prinz Markus. „Ich will einfach Freude bringen.“ Dazu passt jetzt das neue Motto des Rhinberkse Karnevals: „Lachen, Singen, Freude bringen!“ Leiter seiner Wahl war im Elferrat übrigens der scheidende Prinz Thomas II., der Charmante. Ein wenig trauert er schon der schönen Zeit nach, gestand er. „Er soll sich nicht verstellen, er soll er bleiben“, lautete sein Rat an den Nachfolger. Der ist leidenschaftlicher Fußballer, sein Herz schlägt für den MSV. So bat er Erwin Thiemann, der traditionell die Zepter der Prinzen macht, die Farben blau und weiß unter zu bringen. Das Zepter bekommt er erst beim Stadtwachenball am 20. Januar.

Der 56. Prinz Rhinberks ist auch engagierter Golfer, beim SV Sonsbeck spielt er Fußball. Nur eine kurze Regentschaft hat Markus III: Schon am 12. Februar ist Rosenmontag. Da in Rheinberg kein Zug ist, wird er in Kamp-Lintfort vom Prinzenwagen winken. Begleitet wird Prinz Markus dort und auf den rund 60 bis 70 Auftritten von Hofmarschall Carsten Nebe und Zeremonienmeister Ralf Renkens. Der schwang schon gestern seinen geschmückten Stock. Einen Wunsch hat der Prinz noch: Obermöhne Silke Geerkens solle doch weit über 100 Möhnen am Altweibernachmittag herbeizaubern...

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik