Sicherheit

Rheinberg: Bloß keine Verschlechterung beim Rettungsplan

Der neue Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises soll die Stadt Rheinberg nicht schlechter stellen, fordern Politik und Verwaltung.

Der neue Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises soll die Stadt Rheinberg nicht schlechter stellen, fordern Politik und Verwaltung.

Foto: Imago

Rheinberg.   Im Hauptausschuss waren sich Politik und Verwaltung einig, dass der neue Rettungsdienstbedarfsplan die Stadt nicht schlechter stellen darf.

Manchmal darf die Stadtverwaltung Informationen, die ihr präsentiert wurden nicht weitergeben. Das gilt zum Beispiel für die Rettungsdienstbedarfsplanung des Kreises Wesel, die am 11, September im Kreishaus erläutert wurde. Aber weil man sich noch in der Planungsphase befinde habe der Kreis die Verbreitung der Informationen untersagt.

Es darf sich keine Verschlechterung ergeben

So erklärte es die Verwaltung in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Bürgermeister Frank Tatzel, der ausgewählte Politiker bereits vor der Sitzung im sogenannten interfraktionellen Gespräch informiert hatte, wiederholte das in der Ausschusssitzung noch einmal öffentlich – und fügte hinzu: „Alle waren sich einig, dass sich bei der ärztlichen Versorgung keine Verschlechterung ergeben darf.“ Zur Rede steht derzeit, Rettungswachen in Rheinberg und Xanten zugunsten einer neuen Wache in Alpen aufzugeben.

Noch ist der Plan nicht komplett ausgearbeitet. Aber das hindert natürlich niemanden in Rheinberg daran, sich schon vorsorglich Gedanken zu machen. wie es andernorts im Kreis ebenfalls passiert ist.

Rheinberg soll ein Signal setzen

Jürgen Bartsch (Fraktionsvorsitzender der Grünen, die den Diskussionspunkt für den Ausschuss angeregt hatten) fragte, ob „wir Politiker 2. Klasse sind, weil nur der Hauptverwaltungsbeamte Informationen bekommt“. Ein Dilemma sei, dass sich der Entwurf in den Gremien der Stadt Xanten deutlich detaillierter darstelle. „Die haben offenbar bessere Kenntnis als wir.“ In Rheinberg bekäme man Details erst im November und könne erst im Dezember beschließen. „Drei Großkommunen im Kreis, nämlich Dinslaken, Wesel und Moers, bestimmen den Plan mit, wir sind nicht beschlussfähig!“ Deswegen sei es wichtig, dass auch Rheinberg ein Signal setze. Dem konnte sich CDU-Fraktionschef Erich Weisser anschließen. „Wir werden alles tun, eine Verschlechterung des Angebots in Rheinberg zu verhindern.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Madry forderte: „Der Rettungsdienst muss schnell da sein – auch in Orsoy.“ FDP-Fraktionschef Herbert Becker sprach sich für gleichbleibende Rettungszeiten aus, Klaus-Dieter Overmeyer (Linke) stellte die Frage, ob man überhaupt einen neuen Plan brauche. Tatzel war nachher zufrieden. „Das ist ein starkes Zeichen! Wir setzen alles daran, dass es keine Verschlechterungen geben wird.“

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