Erziehung

Rheinberg: Ganztagsbetreuung kommt gut an in Grundschulen

In diesem Gebäude am Standort Budberg der Gemeinschaftsgrundschule Burberg/Orsoy wird Ganztagsbetreuung angeboten.

In diesem Gebäude am Standort Budberg der Gemeinschaftsgrundschule Burberg/Orsoy wird Ganztagsbetreuung angeboten.

Foto: Wolfgang Krause / NRZ

Rheinberg.  An allen Grundschulen gibt es zweistellige Teilnehmerzahlen im offenen Ganztag. Sachberichte der Träger fallen weitestgehend positiv aus.

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Wenn es um die Ganztagsbetreuung schulpflichtiger Kinder geht, scheint es in Rheinberg fast keine Probleme zu geben – wären mancherorts nicht die beengte Raumsituation oder ein kleiner personeller Engpass. Diesen Eindruck vermitteln zumindest die Sachberichte der sieben offenen Ganztagsschulen (OGS) im Rheinberger Stadtgebiet, die nun dem jüngsten Schulausschuss vorgelegt wurden. Der Ausschuss hatte vor drei Jahren darum gebeten, regelmäßig Berichte über die Ganztags- und Betreuungsangebote der Kinder zu erhalten. Zur Betreuung gehören neben dem Mittagessen, in der Regel auch verschiedene AGs und Spielangebote.

Die Grundschule am Rheinbogen am Teilstandort Orsoy betreute im Schuljahr 2018/19 30 Schüler. Eine Erzieherin ist als Teamleitung eingesetzt. Unterstützt wird diese durch eine Familienpflegerin, zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen, einer Freiwilligendienstleistenden und freien Mitarbeitern für die Arbeitsgemeinschaftsangebote. „Bedingt durch die hohe Anzahl an Schülern mit teilweise massiven Verhaltensauffälligkeiten war eine Reduzierung des Personals nicht möglich“, schreibt der Caritasverband Moers-Xanten als Träger in seinem Sachbericht. „Perspektivisch wäre ein höherer Personalschlüssel an diesem Standort sinnvoll, um gute pädagogische Arbeit leisten zu können“, heißt es weiter. Für das kommende Schuljahr sind 42 Kinder in der OGS angemeldet. Die Räumlichkeiten sollten renoviert werden. Zudem sei eine Grundreinigung des Bodens sinnvoll. Die OGS am Standort Budberg, deren Träger der Förderverein Lindenschule ist, betreute im Schuljahr 2018/19 93 Schüler, davon acht mit pädagogischem Förderbedarf.

Die OGS der GGS Rheinberg am Standort Grote Gert besuchten im letzten Schuljahr 35 Kinder. „Das Schuljahr war ein ganz besonderes, unruhiges Schuljahr, da einige Mitarbeiterinnen in der zweiten Schuljahreshälfte schwer erkrankten“, so der Caritasverband. Die Raumsituation stellt die Betreuer hingegen vor keine größeren Herausforderungen. Bei der derzeitigen Kinderzahl sei die Größe der Räume positiv zu bewerten. Am Standort Schulstraße wurden 53 Schüler in der OGS betreut. Nach der Zusammenlegung beider Standorte rechnet die Caritas mit einer Gesamtzahl von 95 bis 100 Kindern. 136 Schüler nahmen die OGS an der katholischen Grundschule St. Peter in Anspruch. Zu den Angeboten im Schuljahr gehörten unter anderem eine Platt-AG, Nähen, eine Back-AG und Yoga.

Mehr „8-1“-Betreuung

In Millingen wurden an der Grundschule am Bienenhaus im letzten Schuljahr 37 Kinder der Klassen 1 bis 4 in der OGS betreut. Anders als an den anderen Schulen ist die Zahl der Kinder, die die „8-1“-Betreuung besuchen, in Millingen mit 44 Kindern höher als die Teilnehmerzahl am offenen Ganztag. „Die dörfliche Struktur bedingt, dass Betreuungssituationen auch familiär abgedeckt werden“, erklärt die Caritas. Im kommenden Schuljahr steigt die Kinderzahl in der „8-1“-Betreuung voraussichtlich leicht an, die OGS-Teilnehmerzahlen bleiben gleich. 67 Schüler besuchten die OGS an der Grundschule am Deich. Die Räume der OGS sowie der „8-1“-Betreuung seien zu klein für die hohe Kinderzahl. Es fand ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Schulverwaltungsamt, der Schulleitung, dem Caritasverband und den Mitgliedern des Schulausschusses statt, um die Situation zu verbessern. Es werde nach wie vor darüber nachgedacht, das ehemalige Schulleitergebäude ganz für die Betreuungsmaßnahmen nutzbar zu machen. Nach Aussage des Schulverwaltungsamts sollen die baulichen Maßnahmen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, schreibt die Caritas. Im Ausschuss lobte man die Arbeit der Träger. „Die Kinder haben ein hohes qualitatives Angebot“, betonte Dagmar Krause-Bartsch (Grüne). Um das aufrechterhalten zu können, müsse man dem Personalbedarf nachkommen. Karin Winkel (SPD) bedankte sich ebenfalls bei den OGS-Trägern. „Das überwiegend positive Ergebnis ist ein Spiegel dafür, dass Stadt und Träger gut zusammenarbeiten. Damit setzen wir uns von anderen Kommunen ab.“

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