Kino

Rheinberg nimmt erstmals bei den Filmschäuplatzen NRW teil

Norbert Nienhaus (links) und Hans-Theo Mennicken vom Trägerverein Altes Rathaus Rheinberg freuen sich mit Anna Fantl von der Medienstiftung NRW

Foto: Jasmin Ohneszeit

Norbert Nienhaus (links) und Hans-Theo Mennicken vom Trägerverein Altes Rathaus Rheinberg freuen sich mit Anna Fantl von der Medienstiftung NRW Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.   Am 27. Juli verwandelt sich der Große Markt zu einem Open Air-Kino: Vor dem Alten Rathaus wird die französische Komödie „Docteur Knock“ gezeigt.

Was Herne, Bottrop, Oberhausen oder Wesel können, das kann Rheinberg auch: Zum ersten Mal nimmt die Stadt in diesem Jahr bei den Filmschauplätzen NRW teil. Die 21. Open Air-Kinoreihe, organisiert von der Medienstiftung NRW, startet am 19. Juli in Herne. Es folgen 18 weitere Kinonächte vor besonderen Kulissen, bei denen immer ein anderer Film gezeigt werden.

In Rheinberg ist das Alte Rathaus am Freitag, 27. Juli, Schauplatz. An der Ostseite des Gebäudes wird eine 30 Quadratmeter große Leinwand aufgebaut. Die Idee, an der Nacht teilzunehmen, hatte Norbert Nienhaus, stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins Altes Rathaus Rheinberg.

Das Alte Rathaus konnte überzeugen

„Ich war selbst schon bei so einem Abend und finde das Konzept klasse“, sagte er. Er meldete die Stadt als Austragungsort und den Verein aus Veranstalter an und schaffte es die Organisatoren zu überzeugen. „Die Örtlichkeit ist hier sehr ansprechend und überzeugte uns“, so Anne Fantl von der Film- und Medienstiftung NRW.

Bei der Filmauswahl hatten die Rheinberger ein Mitspracherecht: „Docteur Knock – Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen heißt die französische Komödie, die gezeigt wird. Dr. Knock ist ein sympathischer Ex-Ganove, der nicht nur auf den rechten Weg gefunden, sondern es sogar bis zu einem angeschlossenen Medizinstudium gebracht hat. Trotzdem schlummert immer noch ein Filou in ihm.

Der Arzt leidet selbst an einer unheilbaren Krankheit

Als er in dem verschlafenen Nest Saint- Mathieu aufschlägt, führt er nichts Gutes im Schilde und will die quietschfidelen und vor Gesundheit strotzenden Dorfbewohner überzeugen, dass sie alle an der einen oder anderen Krankheit leiden. Weil sich Dr. Knock als Meister der Manipulation erweist, klimpert auch schon bald das Geld in seiner Kasse.

Doch dann taucht eine dunkle Gestalt aus seiner Vergangenheit auf und der Arzt selbst erkrankt an einer Krankheit, gegen die es kein Heilmittel gibt: die Liebe. „Wir freuen uns über den Film, weil er schon zu Rheinberg passt, denn wir sind auch eine Kleinstadt und haben eine französische Partnerschaft“, sagte Hans-Theo Mennicken, Vorsitzender des Trägervereins.

Platz für eigene Stühle, Liegen und Luftmatratzen

Die Vorstellung wird bei jedem Wetter stattfinden. Der Eintritt ist frei. Essen und Trinken kann selbst mitgebracht werden. Wer mag, kann auch seinen eigenen Stuhl oder eine Liege aufstellen. „Platz für Luftmatratzen gibt es auch“, sagte Mennicken scherzhaft. 200 Stühle besorgt der Verein. „Wir suchen derzeit noch ehrenamtliche Helfer, die uns beim Auf- und Abbau helfen“, betonte Mennicken.

Neben dem Film organisieren die Mitglieder des Vereins in Kooperation mit dem Stadtmarketing ein Rahmenprogramm. Ab 17.30 Uhr werden an dem Freitag kleine Stadtführungen rund ums Alte Rathaus angeboten. In dem historischen Gebäude selbst werden Filme über Rheinberg aus den 50er und 60er-Jahren gezeigt.

Musikalisches Vorprogramm

Ab 19 Uhr tritt die Band „Big Jay and his Hot Rod Gang“ auf den Straßen auf. Die umliegenden Gastronomen öffnen ebenfalls ihre Lokale. Wenn es dunkel genug ist gegen 22 Uhr, wird zunächst ein Kurzfilm präsentiert. Danach startet die Komödie.

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