Beratung

Rheinberg: Paarberatungsstelle jetzt in der Alten Kellnerei

Gisela Török (l.) und Anne Bell von der Awo-Beratungsstelle für Paare und Familien haben ihren Dienstsitz jetzt in der Alten Kellnerei.

Gisela Török (l.) und Anne Bell von der Awo-Beratungsstelle für Paare und Familien haben ihren Dienstsitz jetzt in der Alten Kellnerei.

Foto: Armin Fischer

Rheinberg.  Die Beratungsstelle für Paare und Familien des Awo-Kreisverbandes hat ihren Sitz jetzt am Innenwall 104. Das sind die Hintergründe für den Umzug.

Die Arbeitsräume von Anne Bell und Gisela Török sind hell und modern eingerichtet. Grauer Teppichboden, helle Schränke, graue Sessel, an den Wänden Bilder in kraftvollen Farben, dazu Schreibtische und Flipcharts mit Papierbögen, auf die in den Beratungsgesprächen geschrieben wird. Gisela Török (seit 18 Jahren) und Anne Bell (seit zwei Jahren) sind das Team der Beratungsstelle des Awo-Kreisverbandes Wesel für Paare und Familien.

Bisher hatten sie ihr Büro in der Begegnungsstätte Reichelsiedlung an der Eschenstraße in Rheinberg. Bereits im Oktober sind sie jedoch umgezogen in das denkmalgeschützte Gemäuer der Alten Kellnerei am Innenwall 104.

Der Grund für Umzug in Rheinberg: Kita wird gebaut

Der Grund: Das Haus, in das voraussichtlich im Sommer 2021 die neue DRK-Kindertagesstätte „Grashüpfer“ für dann 75 Kinder einziehen soll, wird an der Akazienstraße erst gebaut. Bis auf das Kellergeschoss ist dort noch nichts fertig. Weil die Kita-Plätze aber dringend benötigt werden, hat die Stadt das Untergeschoss der Begegnungsstätte zu einer Übergangskita für maximal 40 Kinder zwischen drei und sechs Jahren umgebaut. Das wiederum bedeutet, dass für die bisher an der Eschenstraße untergebrachten Gruppen und Institutionen nur noch das Obergeschoss zur Verfügung steht.

Die Awo-Beratungsstelle, gegründet 1991 und seit 1997 in der Begegnungsstätte, zog deshalb in die Alte Kellnerei. Ob für immer oder nur für die Zeit, bis die Kita an der Akazienstraße an den Start geht, ist noch unklar. „Das wird die Politik entscheiden“, sagte Rosemarie Kaltenbach als Sozialdezernentin. Umbau, Umzug und Umgewöhnung sind jetzt erledigt, und Gisela Török und Anne Bell können in der Alten Kellnerei mit ihren dicken Wänden Paare mit Eheproblemen und auch deren Kinder ebenso gut beraten wie zuvor. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, versicherten die beiden Fachfrauen.

Beratung in Rheinberg: Enge Abstimmung mit dem Jugendamt

Beratung und Therapie für Familien, Beratung für verheiratete und unverheiratete Paare sowie Beratung von und Gruppenangebote für Jugendliche und Kinder aus Trennungsfamilien werden in enger Abstimmung mit dem Jugendamt der Stadt Rheinberg angeboten. Träger ist dabei die Arbeiterwohlfahrt (Kreisverband Wesel), die Personalkosten teilen sich die Stadt Rheinberg und der Kreis Wesel. Der Kreis deshalb, weil die Beratungsstelle auch für Alpen, Sonsbeck, Xanten und Neukirchen-Vluyn zuständig ist – also für die linksrheinischen kreisangehörigen Kommunen ohne eigenes Jugendamt. Die Stadt Rheinberg übernimmt zudem die Kosten für die Unterbringung.

Weil bei Problemen in der Ehe, in der Partnerschaft und/oder in der Familie auch Hemmschwellen zu überwinden sind, kommen die Klienten auch aus Moers, Dinslaken oder Duisburg, um sich beraten zu lassen. 100 bis 120 Fälle bearbeiten Anne Bell und Gisela Török pro Jahr. Rosemarie Kaltenbach ist dankbar dafür, dass ihre Kollegen aus der Bauverwaltung die ehemals von der städtischen Musikschule genutzten Räume so zügig hergerichtet haben. Die Büros am Innenwall liegen in der ersten Etage. Kann ein Klient die Treppen nicht hochsteigen, können die Beratungen im barrierefreien Stadthaus stattfinden.

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