Gastronomie

Rheinberg: „Schwarzer Adler“ hat zwei neue Geschäftsführer

Manuel Buri ist der neue Adler-Wirt. Viele Gäste kennen ihn als DJ der Adler-Disco.

Manuel Buri ist der neue Adler-Wirt. Viele Gäste kennen ihn als DJ der Adler-Disco.

Foto: Uwe Plien

Rheinberg-Vierbaum.  Wirt Manuel Buri und Koch Horst Vierhaus sind seit Beginn des Jahres die neuen Geschäftsführer im Schwarzen Adler. So liefen die ersten Tage.

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Ein neuer Mann hinter der Theke, ein neuer Mann in der Küche: Manuel Buri und Horst Vierhaus sind jetzt die Gesichter des traditionsreichen Kultur-Lokals „Schwarzer Adler“, das seit Beginn dieses Jahres einer Genossenschaft gehört. Momentan arbeiten sie sich ein.

Der Kneipenbetrieb in Rheinberg ist bereits gut angelaufen, der in der Küche lässt noch ein paar Tage auf sich warten. Der Grund: Der Adler bekommt eine neue Küche, und die wird erst in den nächsten Tagen eingebaut. Nach aktuellem Stand kann Vierhaus erst am Samstag in einer Woche mit der Arbeit richtig loslegen und zeigen, was er drauf hat.

„Schwarzer Adler“ unter neuer Leitung: Noch wird improvisiert

Bis dahin wird der 56-jährige Krefelder improvisieren. „Wir bieten in den nächsten Tagen eine kleine Notkarte an, machen übergangsweise einfache Spaghetti-Gerichte oder etwas in der Richtung“, sagt er. Die Gäste dürfen gerne auch mal einen Blick in die Küche werfen. Vierhaus ist seit 1983 als Koch im Geschäft. Unter anderem arbeitete er im ehemaligen Landhaus am Rös’chen in Xanten, zuletzt war er zehn Jahre selbstständig im Golfclub Hünxerwald. Künftig will er beispielsweise bier- und weinbegleitende Speisen zu akzeptablen Preisen anbieten.

„Ich koche alles gerne“, so Vierhaus. „Am Anfang muss ich erst einmal schauen, wie hier der Bedarf ist.“ Grundsätzlich sei er auch für Wünsche und Anregungen offen. So sei bereits die Bitte an ihn herangetragen worden, auch mal Königsberger Klopse zu servieren. Mit Sicherheit werden auf der künftigen Speisekarte saisonale Gerichte wie Eintöpfe stehen.

Auch Manuel Buri bringt gastronomische Erfahrung mit. „Ich habe zwar 25 Jahre als Speditionskaufmann gearbeitet, habe parallel dazu aber immer gekellnert, zuletzt im Moerser Monokel“, so der 50-jährige Moerser. Im Schwarzer Adler bringt er seit rund zehn Jahren zudem als DJ das Partyvolk musikalisch durch die Adler-Disco-Nächte.

I

m vergangenen Jahr fasste er den Entschluss, sich beruflich zu verändern. „Genau zu der Zeit hörte ich von der Gründung der Genossenschaft und habe gesagt: Solltet ihr jemanden für die Gaststätte brauchen, bin ich bereit dazu.“ Jetzt ist er Geschäftsführer und freut sich auf die neue Herausforderung.

Kult-Kneipe in Rheinberg: Positiver Auftakt

„Die ersten Tage sind klasse gelaufen“, so Buri, der sagt: „Ich habe gerne am Ende meines Arbeitstages ein Erfolgserlebnis, und das bietet mir die Gastronomie.“ Gleich bei seiner ersten Schicht im Adler seien acht Damen zu Gast im Lokal gewesen und hätten zum Abschied wie im Chor gesagt: „Danke, hast du gut gemacht.“ Buri: „Das hat gutgetan.“ Für den Job hinter dem Tresen müsse man geboren sein, glaubt der Wirt: „Man muss es mögen, sich zu unterhalten, muss gut zuhören können, muss eine Art Hobby-Psychologe sein und muss Diskretion wahren. Aber man braucht auch kaufmännische Kenntnisse und organisatorisches Talent.“

Buri freut sich, dass die ersten Tage erfolgreich gelaufen sind. „Viele sind neugierig auf den neuen Schwarzen Adler“, hat er festgestellt. Zehn Mitarbeiter sind in der Gaststätte beschäftigt. Sie alle freuen sich auf viele alte und neue Gäste, die dazu beitragen, das erklärte Ziel der Genossenschaft umzusetzen. „Adler erhalten“ lautet die Devise.

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