Kunst

Rheinberg: tierische Bilder im Schwarzen Adler

Der Duisburger Maler und Grafiker Andreas Wiciejowski zeigt im Schwarzen Adler beeindruckende Tierporträts.

Foto: arfi

Der Duisburger Maler und Grafiker Andreas Wiciejowski zeigt im Schwarzen Adler beeindruckende Tierporträts. Foto: arfi

Rheinberg-Vierbaum.   Der Künstler Andreas Wiciejowski stellt seine Porträts in der Vierbaumer Gaststätte aus. Vorlagen sind Dokumentationen, Fotos oder Zoobesuche.

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In tierischer Gesellschaft befinden sich bis zum 7. Oktober die Besucher des Schwarzen Adlers in Vierbaum. Leopard, Affe, Schildkröte, Erdmännchen und Co. sind die Zaungäste, deren Porträts die Wände des Lokals schmücken.

Der Duisburger Künstler Andreas Wiciejowski hat die tierischen Gesellen auf Papier gebannt und freut sich über die nun artgerechte Haltung, die zugleich auch seine Haltung zur Tierwelt offenbart. Die farbig gehaltenen Zeichnungen haben ein gleichbleibendes Format, das zugleich für Ruhe an den Wandflächen sorgt. Die Zeichnungen sind in hellen, freundlichen Farben gehalten, die zuweilen kräftig explodieren können.

Hintergrund bleibt weiß

Manches abstrahiert er, um die bestechenden Eigenschaften seiner tierischen Objekte zu unterstreichen. Um so intensiver entwickelt sich daher der Kontakt des Betrachters zum Objekt. Licht, Farbe, Form und Linien harmonieren. Das Merkmal des Künstlers ist der so genannte Weißraum, denn jeder seiner Akteuren kommt auch ohne gestaltenden Hintergrund aus. Auch brauchen die dargestellten Tiere nicht das komplett Outfit wie Feder- oder Haarkleid. „Meine Ideen nehme ich aus Dokumentarfilmen, oder ich sehe mir genau Fotos an, besuche auch den Zoo“, erklärt der Künstler. Welches der gezeigten Tiere zu den Lieblingsmotiven von Andreas Wiciejowski gehört, lässt sich schwer erahnen. Er mag sie alle, weil er im Laufe der Arbeit einen Bezug entwickelt hat. Zum wiederholten Mal nutzt er die Wandflächen im Schwarzen Adler. 2012 zeigte er Künstlerporträts in Buntstifttechnik, zwei Jahre später folgten Arbeiten zu Roboter-Körpern mit menschlichen Zügen.

Ausgleich zum hektischen Alltag

„Die Roboter sind in Airbrush-Technik dargestellt“, sagt der Künstler. Studiert hat er an der Essener Folkwang-Hochschule, wo er sich ganz auf das analytische Zeichnen einließ. Als Grafiker und Illustrator arbeitete er in einer Essener Agentur, heute ist er Art-Director. Die Erarbeitung eines tierischen Themas ist ihm zugleich Abwechslung und Ausgleich zu einem sonst hektischen Berufsleben.

Aufgewachsen ist er in Zoppot bei Danzig und gewann bereits 1971 einen ersten Wettbewerb für Werbegestaltung. Im Rahmen der Familienzusammenführung kam er 1972 nach Deutschland, machte 1977 das Fachabitur für Gestaltung. Anschließend studierte er an der an der Folkwang-Hochschule im Fachbereich Visuelle Kommunikation und Grafik-Design. Ohne Papier, Stift und Farben kann er sich das Leben nicht vorstellen. „Ich kann nicht aufhören“, meint er. Sein reichhaltiges künstlerisches Wissen will er weitergeben. Im Schwarzen Adler bietet er daher demnächst Kurse an, um zeichnerische Grundlagen mit dem Bleistift zu vermitteln. Wer interessiert ist, meldet sich bei Ernst Barten unter info@schwarzer-adler.de

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