Lebensretter

Rheinberger DRK-Retter ziehen positive Bilanz

    Die Wasserwacht probte verschiedene Rettungsmanöver

Foto: DRK

    Die Wasserwacht probte verschiedene Rettungsmanöver Foto: DRK

Rheinberg.  Die Helfer der Wasserwacht Rheinberg haben 2017 insgesamt 6429 Dienststunden geleistet. Auch in die Ausbildung der Bevölkerung wurde viel Zeit investiert.

6429 Dienst- und Einsatzstunden – dies ist die beeindruckende Zahl, welche die Helfer der DRK-Wasserwacht Rheinberg im abgelaufenen Jahr 2017 ehrenamtlich absolviert haben. Zum Vergleich: Ein Angestellter mit einer 40-Stunden Woche würde über drei Jahre und vier Monate arbeiten müssen, um auf die Stunden zu kommen.

Die knapp 100 Aktiven sind dabei in diesem Jahr in zwei Hauptbeschäftigungsfeldern aktiv gewesen. Neben der Mitwirkung in der Wasserrettung, im Katastrophenschutz und auf Sanitätsdiensten wurden über 3400 Stunden für die Breitenausbildung der Bevölkerung verbracht. Hierunter fällt alles zum Thema Schwimmen. Das Angebot der Wasserwacht reicht vom Babyschwimmen über Kinder- und Jugendausbildung bis zum Rettungsschwimmen und Aqua-Fitness.

Besonders stolz sind die Wasserwächtler über die Kooperationen mit einigen DRK-Kindergärten. Im Projekt HenryEtte werden die Kinder bereits im Kindergarten spielerisch an das Wasser gewöhnt. Neben einer Gesundheitsförderung steht insbesondere auch der Gedanke der Prävention von Ertrinkungsunfällen im Vordergrund. Nach einer Studie können etwa 60 Prozent aller Kinder zwischen fünf und sechs Jahren nicht schwimmen. Die DRK-Wasserwacht hat sich zum Ziel gemacht, diese Zahl deutlich zu reduzieren, ist jedoch stark auf die Städte und Gemeinden und deren Schwimmbäder angewiesen.

Natürlich ist auch der Dienst rund um die Boote nicht zu kurz gekommen. So waren die Mannschaften auf vielen Einsätzen in der Region stets erster Ansprechpartner zum Thema Sicherheit. Ob im Januar auf der Messe „boot“ in Düsseldorf, als Unterstützung der Bereitschaften im Karneval, bei den Veranstaltungen des FZX in Xanten oder dem Triathlon Xanten. Erstmals wurden auch die Europameisterschaften im Rudern in Krefeld und der Triathlon in Frankfurt am Main von Bootsbesatzungen aus Rheinberg unterstützt. Besonders Highlight war die Ablösung eines über 20 Jahre alten Gerätewagens. Mit der Einweihung eines neuen Mercedes Sprinter Allrad mit modernster Funk- und Blaulichtanlage stehen den Aktiven nun mehrere geländegängige Fahrzeuge zur Verfügung. „Die Wasserwacht hat sich als verlässlicher und stabiler Partner im, am, auf und mit ihren Tauchern auch unter dem Wasser bewährt. Wir sind schon stolz auf eine so große Nachfrage unseres Könnens“, sagt Klaus Püttmann, der Leiter der Wasserwacht in Rheinberg.

Am vorletzten Tag des Jahres waren die Retter nochmals auf dem Rhein unterwegs. Mit zwei Rettungsbooten wurden verschiedene Rettungsmanöver trainiert. Trotz der Temperaturen sind die Wasserretter auch in den Rhein gesprungen und haben die Rettung Ertrinkender simuliert. Wie schnell der Ernstfall eintreten kann, wurde allen durch den Schiffsunfall mit dem Passagierschiff in Duisburg nach Weihnachten klar. „Wir blicken gelassen auf das neue Jahr, denn dank der regelmäßigen Ausbildungen sind unsere Retter auf alles vorbereitet.“ Der Kalender für 2018 ist bereits jetzt gut gefüllt. Er beginnt mit der weltgrößten Wassersportmesse in Düsseldorf, der „boot 2018“.

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