Sicherheit

Rheinberger Fahrradgeschäft unterstützt Pedelec-Training

Bernd Störmer von der Kreisverkehrswacht, Geschäftsführer der Räder-Ecke Georg Schmitz und Landrat Ansgar Müller (v.l.) unterzeichneten den Vertrag.

Bernd Störmer von der Kreisverkehrswacht, Geschäftsführer der Räder-Ecke Georg Schmitz und Landrat Ansgar Müller (v.l.) unterzeichneten den Vertrag.

Foto: Jasmin Ohneszeit

Rheinberg.   Die Räder-Ecke ist nun einer von drei Vertragspartnern des E-Bike-Trainings der Polizei. Wer den Kurs macht, erhält einen Gutschein des Händlers.

Der Wechsel vom herkömmlichen Fahrrad zum motorisierten Pedelec ist nicht immer einfach: Zum einen fahren die elektrischen Fahrräder deutlich schneller, zum anderen haben sie ein höheres Gewicht. Die Zahl der Pedelec-Fahrer im Kreis Wesel steigt – und damit auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit deren Beteiligung. Im vergangenen Jahr verunglückten 76 Pedelec-Fahrer, zusätzlich waren 77 Fahrer mit ihren Rädern an Unfällen beteiligt. Um diese Gefahr zu minimieren, bietet die Polizei regelmäßig Pedelec-Trainings an.

Und damit nicht genug: Um einen Anreiz zu schaffen, diese Trainings auch wirklich zu besuchen, hat die Kreispolizei Wesel gemeinsam mit Landrat Ansgar Müller und örtlichen Fahrradhändlern, ein neues Projekt ins Leben gerufen. Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei trainieren mit den Kursteilnehmern das Fahren auf einem geschützten Platz und an einem Simulator. Das schnelle Tempo und das andere Fahrverhalten der elektronisch unterstützen Räder kann mit 30 verschiedenen Sequenzen realistisch getestet werden. Dann wird auch die Praxis trainiert: Richtiges Bremsen oder Slalomfahren zum Beispiel. Mit der Teilnahmebescheinigung für einen solchen Kurs gibt es im Radgeschäft des Vertragspartners einen Rabatt auf Sicherheitstechnik, wie Helme Leuchtwesten oder Ersatzteile. „Wir hoffen über den Anreiz der Gutscheine, an weitere Pedelecfahrer ranzukommen“, erklärte Verkehrssicherheitsberater der Kreispolizei Wesel, Jürgen Nitschke.

Am Samstag konnte der nächste Vertrag geschlossen werden. Es ist kreisweit der dritte. Das Rheinberger Fahrradgeschäft „Räder-Ecke“ an der Bahnhofstraße ist nun offizieller Partner des Kooperationsprojekts. „Wir verkaufen viele E-Bikes. Uns ist es ein großes Anliegen, die Leute zu sensibilisieren, damit diese wissen, wie wichtig eine sichere Fahrweise bei höherer Geschwindigkeit ist“, sagte Georg Schmitz, Geschäftsführer der Räder-Ecke.

Die Polizei baute an diesem Tag auch einen Pedelec-Simulator vor dem Fahrradgeschäft auf. Einige interessierte Kunden machten eine virtuelle Fahrt und sie waren überrascht: So eine Pedelecfahrt kann ganz schön rasant sein.

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