Neuer Holz-/Fischmarkt

Rheinberger sprachen sich für die gesamte Bandbreite aus

Wie Holz- und Fischmarkt umgestaltet werden, entscheidet der Bauausschuss Anfang Juli, spätestens aber Mitte September.

Foto: Wolfgang Krause

Wie Holz- und Fischmarkt umgestaltet werden, entscheidet der Bauausschuss Anfang Juli, spätestens aber Mitte September. Foto: Wolfgang Krause

Rheinberg.   Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Holz- und Fischmarkts: Vorschläge reichten vom Umsetzen der Maximallösung bis zu „gar nichts machen“

Um es vorwegzunehmen: Die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Holz- und Fischmarkts ist beileibe nicht nur ein Feigenblatt. Zwar ist sie vorgeschrieben, wenn man mit Hilfe des integrierten Handlungskonzepts Fördermittel bekommen will, aber „wir wollten auch die Rheinberger einbinden, von ihnen ein Feedback erhalten zu den bisherigen Planungen“, erklärte Robert Braun, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung. „In der Bürgerbeteiligung zum Großen Markt hat es eine breite Zustimmung zum Fontänenfeld gegeben – das wird jetzt umgesetzt.“

Eine breite Zustimmung zu einer der vorgestellten Varianten (die NRZ berichtete gestern) war nicht erkennbar – zu vielfältig waren die Reaktionen. Sie reichten vom Umsetzen einer Maximallösung bis hin zu „gar nichts machen“. Während das komplette Umsetzen der Vorschläge aus finanziellen Gründen wohl nicht zum Tragen kommen wird, dürfte das Übergehen der Umgestaltung die Fördergelder versiegen lassen. Schließlich ist der Holz- und Fischmarkt ein zentraler Bestandteil des Handlungskonzepts – und wenn dessen Ziele nicht erreicht werden, gibt es keine Zuschüsse.

Ideen: eine kleine Lösung mit geringstmöglichem Eingriff; die Haltestellen am Markt größer machen und großzügiger überdachen; auf die Buskaps mit hohem Bordstein verzichten; kein neues Pflaster; Durchgangsverkehr erhalten; die ganz große Lösung nehmen, sonst funktioniert der Rest nicht; die Autos aus der Innenstadt herauslassen, weil sie sich nicht an das Schritttempo halten; nach zuletzt zweieinhalb Jahren Baustelle bald schon wieder eine; das Pflaster, das jetzt an Holz- und Fischmarkt liegt, ist besser als das in der sanierten Rhein- und Orsoyer Straße

Kritik: Wenn die Innenstadt ein halbes Jahr gesperrt ist, dann gibt es gar keine Händler mehr in der Stadt.

Kritik an der Kritik: Es geht doch darum, Menschen nach Rheinberg zu locken, und davon profitieren die Geschäftsleute auch.

Anliegerbeiträge: „Die Höhe der Beiträge hängt auch davon ab, was für Maßnahmen wir umsetzen“, so Braun. Beiträge würden fällig für Fahrbahn- und Gehwegerneuerung.

Wie geht es jetzt weiter? „Das Büro Reinders wird aus der Bandbreite an Ideen durch die Rheinberger eine Variante erarbeiten“, erklärte Braun. „Am 5. Juli tagt der nächste Bau- und Planungsausschuss. Der berät das dann und entscheidet, spätestens aber in der übernächsten Sitzung am 13. September.“ Dann müsse mit der Ausführungsplanung und Vorbereitung der Vergabe begonnen werden – schließlich sollen Holz- und Fischmarkt im kommenden Jahr umgestaltet werden.

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