Ausstellung

Rheinberger Stadthaus zeigt Kunst für die Seele

Ein Teil der Teilnehmer präsentierte seine Werke. Von links: Iris Ebert, Cäcilia Maurer, Pia Oerig, Andreas Klier, Evelyn Sambrovski, Wolfgang Meyer.

Ein Teil der Teilnehmer präsentierte seine Werke. Von links: Iris Ebert, Cäcilia Maurer, Pia Oerig, Andreas Klier, Evelyn Sambrovski, Wolfgang Meyer.

Foto: NRZ

Rheinberg.   Bis zum 2. September zeigen Patienten einer ambulanten Kunsttherapie die Ausstellung „Farb-Ton“.

„Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“, sagte einst Johann Wolfgang von Goethe. Das zeigen seit gestern auch wieder Teilnehmer einer ambulanten Kunsttherapie im Rheinberger Stadthaus. Im Rahmen der Therapie malten die Teilnehmer zusammen mit Ingrid Lohmann-Küppers verschiedenste Acryl-Malereien oder fertigten Tonarbeiten, Zeichnungen oder collagierte Kästen an. Bis Freitag, 2. September, ist die Ausstellung „Farb-Ton“ noch im Stadthaus ausgestellt. Wie wichtig die Kunsttherapie für die Patienten ist, weiß Lohmann-Küppers aus zehn Jahren Arbeit mit ambulanten Gruppen: „Die Therapie hilft den Patienten, einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Beim Malen schaffen sie einen Raum für sich oder entdecken neue Ressourcen.“ Dabei sind sie jedoch nicht alleine, betont die Gruppenleiterin. „Das Ganze ist keine Einzeltherapie. Wir reden in der Gruppe regelmäßig über die Arbeiten.“

Für die ausgestellten Bilder brauchten die Hobby-Künstler ein halbes Jahr, in dem manch einer die Kunst für sich entdeckte. „Ich habe mich strikt geweigert, kam dann aber nicht mehr um den Besuch herum“, gab Evelyn Sambrovski zu. Heute liegt ihr die Arbeit mit Acrylfarben. Auch für Andreas Klier ist die Arbeit mit Acryl eine willkommene Abwechslung zum Alltag. Obwohl er schon vor der Therapie malte, lernte er durch die Arbeit mit Ingrid Lohmann-Küppers viel dazu: „Bilder werden durch mehrere Farbschichten aussagekräftiger. Mein Bild ist zum Beispiel anders geworden, als ich es mir vorher vorgestellt habe.“

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