Wochenmarkt

Rheinberger Wochenmarkt: Hier geht’s um die Wurst

So einen Wurststand wünschen sich auch viele Rheinberger auf dem Wochenmarkt.

Foto: Anja Bäcker (Archiv)

So einen Wurststand wünschen sich auch viele Rheinberger auf dem Wochenmarkt. Foto: Anja Bäcker (Archiv)

Rheinberg.   Die Meinungen über den Wochenmarkt gehen bei den Rheinberger Bürgern auseinander. Es sollte aber in jedem Fall einen Metzger geben.

Keine Frage, der Rheinberger Wochenmarkt ist klein: Es sind derzeit nur noch wenige Händler, die dienstags und freitags ihre Stände auf dem Marktplatz aufbauen. Das zukünftige Konzept des Marktes wollen Stadt und Marktbeschicker am 25. Mai vorstellen.

Die NRZ hat stichprobenartig einmal bei Rheinberger Bürgern nachgefragt, wie ihnen der Wochenmarkt gefällt, was ihnen fehlt und welche Veränderungen wünschenswert wären. „Das Angebot ist schon okay und ausreichend. Ich selbst komme nicht mehr so häufig zum Wochenmarkt. Aber ich könnte mir vorstellen, dass den Leuten hier ein Metzger fehlt“, so die Ossenbergerin Ursula Dorn. Mit dieser Ansicht ist sie nicht allein: Vielen Befragten fehle ein regionaler Wursthändler.

Auch wenn Silke Paßmann arbeitsbedingt nicht mehr so häufig auf dem Wochenmarkt einkaufen kann, verfolgt sie die Entwicklung: „Das Angebot, das ich vor einiger Zeit noch kannte, war recht gut. Aber damals fehlte schon ein Metzger. Ich finde, man sollte all das bekommen, was man zum täglichen Leben braucht.“

Einer Passantin, die in Rheinberg arbeitet, gefällt der Wochenmarkt im Großen und Ganzen. „Ich finde den Markt generell sehr schön. Mehr Stände würde ich aber begrüßen. Ein Bäcker oder ein Stand mit frischen Eiern wären noch toll.“

Saisonales Obst und Gemüse kauft Angela Ohrem gerne auf dem Rheinberger Markt. Die Auswahl könnte dennoch größer sein: „So ein Wochenmarkt wertet die Innenstadt generell auf und gibt einen schönen Flair“, findet die Orsoyerin. Auch sie bemängelt zum Teil die Auswahl in Rheinberg und fährt lieber auf den Wochenmarkt nach Moers. „Der zeigt, wie es funktionieren kann. Dort gibt es zum Beispiel auch noch Dekoratives oder einen Stand mit frischen Kräutern.“

Ein weiterer Rheinberger empfindet den Markt ebenfalls als zu klein, er hat aber eine Idee, woran das liegen könnte. „Es gehen meiner Meinung nach vor allem ältere Menschen hier einkaufen und so ist die Nachfrage nicht mehr gegeben. Ich selbst kaufe aber gerne frisches Obst und Gemüse auf dem Markt“, erzählte er.

Handlungsbedarf ist da

Inwiefern sich das Konzept ändern könnte, dazu gibt es noch keine offiziellen Pläne. Handlungsbedarf gebe es aber anscheinend genug, denn einige Bürger, waren sogarganz schlecht auf den Wochenmarkt zu sprechen. Einer von ihnen war Reinhard Pawlowski. Er kaufe gar nicht mehr auf diesem ein. „Es ist ja nicht nur der Markt der zu wünschen übrig lässt, die ganze Innenstadt ist leer. Gefühlt haben 80 Prozent der Geschäfte zu. Wenn ich einkaufe, dann fahre ich lieber nach Duisburg oder nach Wesel.“

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