Feuerwehr Rheinberg

Rheinbergs Feuerwehr hat jetzt einen hauptamtlichen Chef

Die Feuerwehr bekommt einen hauptamtlichen Chef.

Die Feuerwehr bekommt einen hauptamtlichen Chef.

Rheinberg.   Haupt- und Finanzausschuss sorgte mehrheitlich für Schaffung einer entsprechenden Stelle. Sebastian Schriewers Aufgabe ist jetzt ein Hauptberuf.

Dass die Aufwandsentschädigung für die Wehrführung der freiwilligen Feuerwehr Rheinberg geändert wird, war der einfachste Teil der Haupt- und Finanzausschusssitzung gestern. Der Wehrleiter bekommt den zweifachen Satz eines Ratsmitglieds (im Jahr sind das 6964,80 Euro), die Stellvertreter den einfachen Satz, mithin als 3482,40 Euro jährlich. Hinzu kommt noch eine rückwirkende Aufwandsentschädigung für das Jahr 2016. Dabei erhält der Leiter 8641,20 Euro, der 1. Stellvertreter 2288,40 Euro und der 2. Stellvertreter 870,60 Euro. Das beschloss der Ausschuss einstimmig.

Des längeren wurde beim Tagesordnungspunkt Stellenplan allerdings über die Frage diskutiert, ob es überhaupt einen hauptamtlichen Wehrleiter geben soll. Und dabei offenbarten sich unterschiedliche Haltungen innerhalb der CDU-Fraktion, weswegen der Fraktionsvorsitzende Erich Weisser um getrennte Abstimmung zu den einzelnen Anträgen bat, damit seine Fraktionsmitglieder unabhängig von der Fraktionsmeinung votieren konnten.

Markus Geßmann (CDU), selbst Mitglied bei der Feuerwehr, wandte sich gegen einen hauptamtlichen Leiter. „Das könnte bei einer freiwilligen Feuerwehr zu Problemen führen.“ Er regte an, zu einer von der CDU schon seit längerer Zeit geforderten Änderung zu bekommen: Der Rheinberger Feuerwehrchef solle hauptamtlich bei der Stadt angestellt werden und im Rahmen dieses Dienstverhältnisses einen Teil seiner Zeit der Leitung der Feuerwehr widmen.

Kritisch sah Geßmann die Tatsache, dass es „genügend freiwillige Feuerwehrleute gibt, die die Qualifikation und auch den Willen haben“, die Wehr zu leiten. „Muss die Stelle, die neu geschaffen wird, nicht ausgeschrieben werden?“

Auch Viktor Paeßens (CDU), lange Jahre freiwilliger Feuerwehrmann, war nicht einverstanden. „Sebastian Schriewer ist jetzt der einzige Hauptamtliche unter lauter Freiwilligen.“

Bürgermeister Frank Tatzel verneinte die Frage, ob ausgeschrieben werden müsse. „Wir hatten ja einen Leiter der Feuerwehr. Ein Auswahlverfahren hätte nicht stattfinden müssen.“

Letzten Endes wurde dem Stellenplan (mit hauptamtlichem Feuerwehrchef) zugestimmt. Geßmann und Marcus Krause (CDU) stimmten dagegen, Wolfgang Gödeke (CDU) enthielt sich.

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