Erziehung

Rheinbergs neuer Kindergarten kommt in die Reichelsiedlung

Foto: Archiv/Mareike Kluck

Rheinberg.   Die dringend benötigten weiteren Kindergartenplätze in Rheinberg-Mitte entstehen in der Reichelsiedlung, beschloss der Jugendhilfeausschuss.

Die Entscheidung fiel nicht einstimmig, aber sie fiel: Die dringend benötigten Kindergartenplätze in Rheinberg-Mitte entstehen in der Reichelsiedlung. Acht Stimmen, hauptsächlich von SPD, Grünen und Linken, reichten aus, um die fünf Gegenstimmen – fast alle von der CDU – unwirksam werden zu lassen.

Deren Fraktionschef Erich Weisser formulierte seine Kritik an der Planung unter anderem so: „Ist das die pädagogisch richtige Entscheidung?“ Neben der Reichelsiedlung gebe es auch Investoren an den Standorten Schützen- und Moerser Straße. Vor dem Hintergrund fragte er, ob die Konzentration von Kindern aus einem Bezirk richtig sei oder man sie nicht eher mischen müsse.

Dem widersprach Svenja Reinert (Grüne). „Wir brauchen in der Reichelsiedlung eine Betreuung, die auf die speziellen Probleme dort ausgerichtet ist.“ Außerdem wolle der für den Kindergarten ins Auge gefasste Investor 30 öffentlich geförderte Wohnungen bauen. „Das ist ein zusätzlicher Vorteil.“

Die Sozialdezernentin Rosemarie Kaltenbach verteidigte den Vorschlag der Verwaltung. „Mir geht es darum, Schranken durch ein Angebot in der Nähe abzubauen.“ Kritik an dem Standort sehe sie nicht so pessimistisch – es habe dort schon früher eine Einrichtung gegeben, die auch von Kindern besucht worden sei, die nicht in der Siedlung gewohnt hätten. „Jetzt reden wir darüber, etwas zu schaffen, was ohnehin städteplanerisch dort sein sollte.“ Sie gehe ohnehin von einer Vermischung aus. Dort wohnten schließlich auch deutsche Kinder.

Einer zwischenzeitlich von der CDU ins Spiel gebrachte Verschiebung der Abstimmung (solchen Ansinnen wird üblicherweise auch von anderen Ausschussvertretern zugestimmt) schlug sehr viel Ablehnung entgegen – die Mehrheit des Ausschusses wollte, auch aus zeitlichen Gründen, eine Abstimmung. Deswegen zog die CDU diesen Verschiebungsantrag zurück.

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