Mobilität

Rheinbergs Rad- und Gehwege werden gründlich untersucht

Rheinberg habe ein grundlegend gutes Fahrradwegenetz, urteilen die Experten vom Dresdener Beratungsbüro Mobilitätswerk. Dennoch ist einiges noch verbesserungswürdig.

Rheinberg habe ein grundlegend gutes Fahrradwegenetz, urteilen die Experten vom Dresdener Beratungsbüro Mobilitätswerk. Dennoch ist einiges noch verbesserungswürdig.

Foto: Arne Dedert / dpa

Rheinberg.  Für Rheinberger läuft bis zum morgigen Sonntag eine Online-Umfrage zur Verkehrsinfrastruktur. Aus den Infos wird ein Mobilitätskonzept erstellt.

Besonders die Geh- und Radwege der Stadt werden derzeit ganz genau unter die Lupe genommen. Wie ist die bestehende Verkehrsinfrastruktur, welche Anforderungen an das Mobilitätsangebot gibt es und wo herrscht Handlungsbedarf? Um das herauszufinden und um festzustellen, wie sich die Mobilität in Rheinberg zukünftig entwickeln soll, lässt die Stadt ein Mobilitätskonzept für das gesamte Stadtgebiet erstellen. Mit der Planung ist das Dresdener Beratungsbüro Mobilitätswerk beauftragt. Dessen Mitarbeiter René Pessier stellte im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss die ersten Ideen und Erkenntnisse des Konzepts vor.

Dazu haben sich Pessier und sein Team bereits ein umfassendes Bild von Rheinberg gemacht. „Wir haben 130 Kilometer Fuß- und Radwege und 80 Haltestellen untersucht und uns einen guten Überblick über den Zustand verschafft“, erklärte Pessier.

Erstes Fazit: Rheinberg habe ein grundlegend gutes Fahrradwegenetz.

An vielen Stellen ist’s zu eng

Das Problem aber sei, dass Geh- und Radwege vielerorts zu eng beieinanderliegen, es deshalb an vielen Stellen zu wenig Platz gebe und somit eine Flächenkonkurrenz entstehe, so der Fachmann. Ebenfalls negativ seien die Autos aufgefallen, die auf oder entlang der Geh- und Radwege parken – zum Beispiel am Innenwall, der Alpener Straße in Millingen oder an der Annastraße. Besonders positiv hob Pessier die touristische Beschilderung hervor. Damit sind die rot-weißen Schilder gemeint, die Radfahrern anzeigen, wie weit es bis zur nächsten Ortschaft oder Sehenswürdigkeit ist. Solche Wegweiser stehen zum Beispiel in der Innenstadt oder am Rhein.

Im Bereich Fußverkehr wurden die vielen verkehrsberuhigten Bereiche und Spielstraßen positiv erwähnt. Kritisiert wurde, dass es stellenweise innerhalb der Ortschaften, beispielsweise in Millingen, keine durchgängigen Gehwege gibt. Pessier sprach auch schon erste Empfehlungen aus, um die Mobilität in Rheinberg zu verbessern.

Neben der Ausbesserung beschädigter Straßenoberflächen, sollten Kreuzungen übersichtlicher gestaltetwerden, um das Unfallrisiko zu senken und einige Geh- und Radwege verbreitert werden. Sie entsprechen nicht der gesetzlichen Mindestbreite von 2,50 Metern.

Workshops im Oktober geplant

Noch bis zum morgigen Sonntag haben die Rheinberger die Möglichkeit, ihre Wünsche, Anregungen und Verbesserungsvorschläge zur Mobilität durch eine kartenbasierte Online-Umfrage darzustellen und somit aktiv an der Entwicklung des Mobilitätskonzeptes mitzuwirken. Die Umfrage ist unter www-tinyurl.com/mobil-rheinberg abrufbar.

Und die Bürger sollen auch nach Ablauf der Befragung in den Entstehungsprozess eingebunden werden. Ende Oktober sind vier Workshops in den Ortsteilen geplant. Dann werden die Ergebnisse der Umfrage mit den Bürgern diskutiert.

Rheinberger Schüler sollen ebenfalls noch mit einer eigenen Veranstaltung einbezogen werden, kündigte René Pessier an. Er rechnet damit, dass bis zum Ende des Jahres alle Daten zur Verfügung stehen und das fertige Mobilitätskonzept im Frühjahr 2021 präsentiert werden könne.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben